Portraits der Kandidat Müller und Quilling neben einer Hessenkarte mit Lokaliserung des Landkreises Offenbach.

Der Offenbacher Landrat Quilling (CDU) hat die Wahl zwar deutlich für sich entschieden. Aber er muss in die Stichwahl. Dort fordert ihn sein altbekannter Kontrahent von der SPD heraus.

Videobeitrag

Video

zum Video Landratswahl im Kreis Offenbach

BTW2021_Wahlsendung2
Ende des Videobeitrags

Amtsinhaber Oliver Quilling von der CDU hat die Wiederwahl als Landrat im Kreis Offenbach knapp verpasst. Er erreichte am Sonntag 49,6 Prozent und verfehlte die erforderliche absolute Mehrheit hauchdünn. Quilling muss somit in zwei Wochen in die Stichwahl.

Zu tun bekommt er es erneut mit Carsten Müller von der SPD, der auf 27,6 Prozent kam. Robert Müller von den Grünen ist mit 22,8 Prozent aus der Wahlentscheidung ausgeschieden.

Externer Inhalt

Externen Inhalt von Datawrapper (Datengrafik) anzeigen?

An dieser Stelle befindet sich ein von unserer Redaktion empfohlener Inhalt von Datawrapper (Datengrafik). Beim Laden des Inhalts werden Daten an den Anbieter und ggf. weitere Dritte übertragen. Nähere Informationen erhalten Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ende des externen Inhalts

Déjà-vu beim Urnengang

Für die Wahlberechtigten im Kreis Offenbach wurde der Urnengang am Sonntag zu einem Déjà-vu. Zur Auswahl standen dieselben drei Kandidaten wie vor sechs Jahren. Damals setzte sich Quilling noch direkt im ersten Wahlgang durch. Quilling dankte am Sonntagabend für die große Zustimmung der Wähler und versprach, "hochmotiviert" in den Stichwahlkampf zu gehen. Den großen Stimmenvorsprung gegenüber der Konkurrenz wertete als "gute Ausgangsposition".

Der 56-Jährige ist seit 32 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv. Zunächst vor allem in seiner Heimatstadt Neu-Isenburg, der er von 1996 bis 2010 Bürgermeister war. 2009 stellte die CDU Quilling erstmals als Kandidaten für die Landratswahl auf. Er hat sich über die Parteigrenzen hinweg einen guten Ruf erworben. Er gilt als besonnener Sachpolitiker und fähiger Manager mit einem gutem Gespür für die Belange der Bürgerschaft.

Carsten Müller tritt zum dritten Mal gegen Quilling an. Von einer verbissenen Rivalität kann aber nicht die Rede sein. Abseits des Wahlkampfs arbeiten beide seit Jahren eng zusammen. 2005 wurde Müller erstmals zum Kreisbeigeordneten gewählt, seit 2010 wacht er zudem als Kämmerer über die Finanzen des Kreises.

"In der Stichwahl werden Karten neu gemischt"

Carsten Müller macht sich Hoffnung auf eine Überraschung und sagte am Sonntag im hr-Fernsehen: "In der Stichwahl werden die Karten neu gemischt." Die Ausgangslage sei für ihn nicht ganz einfach gewesen. Doch das bereits Erreichte sei auch ein schöner Erfolg für ihn und die Partei.

Der Kreis Offenbach teilt sich seinen Namen mit der angrenzenden Großstadt, hat aber strukturell wenig mit ihr gemein. Rund 357.000 Einwohner verteilen sich auf 13 Städte und Gemeinden - die größte davon: Rodgau mit knapp 46.000 Einwohner. Sitz der Kreisverwaltung ist Dietzenbach. Wirtschaftlich geht es dem Kreis deutlich besser als der Großstadt.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen