Portrait von Kandidat Van der Horst neben einer Hessenkarte mit Lokaliserung des Landkreises Waldeck-Frankenberg.

Wahlkrimi bei der Landratswahl im Kreis Waldeck-Frankenberg. An der Spitze steht künftig der bisherige Bad Arolser Bürgermeister van der Horst. Er löst SPD-Amtsinhaber Kubat ab.

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In einem Kopf-an-Kopf-Rennen hat Herausforderer Jürgen van der Horst die Landratswahl im nordhessischen Kreis Waldeck-Frankenberg gewonnen und sorgt für einen Machtwechsel im Landratsamt. Er siegte am Sonntag mit 51,1 Prozent gegen Amtsinhaber Reinhard Kubat (SPD), der auf 48,9 Prozent kam. Die Amtszeit für den parteilosen Kandidaten beginnt im Januar 2022. Seine Kandidatur wurde von den Grünen, den Freien Wählern und der FDP im Kreis getragen.

Er habe ein knappes Wahlergebnis erwartet, sagte van der Horst im hr-fernsehen. Beide Kandidaten hätten den Wählerinnen und Wählern offenbar ein gutes Angebot gemacht. Van der Horst sagte, er bringe Fachkompetenz, Entscheidungsfreude und ein Gespür für Nachhaltigkeit mit. Er wolle die Verwaltung modernisieren und die Zukunftsthemen angehen. Van der Horst war bisher Rathauschef in Bad Arolsen.

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Im Kreistag hat eine Koalition von CDU und SPD die Mehrheit, die Christdemokraten stellen seit der Kommunalwahl im Frühjahr die meisten Abgeordneten. Einen eigenen Kandidaten schickten sie aber nicht ins Rennen – wohl auch wegen des bis 2025 geltenden Koalitionsvertrags mit der SPD.

Kubat muss nach zwei Amtszeiten gehen

Kubat, der seit 2009 Landrat ist, muss nach seiner zweiten Amtszeit wieder den Chefsessel an der Verwaltungsspitze in Korbach räumen. Kubat hatte bereits vor der Wahl gesagt: Sollte er verlieren, "würde für mich die Welt nicht untergehen".

Der parteilose Bad Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst setzte sich bei der Landratswahl im Kreis Waldeck-Frankenberg durch.

Kandidaten mit ähnlichen Themen

Kubat war im Zuge des Lebensmittelkandals der Twistetaler Wurstfabrik Wilke in die Kritik geraten. Der Verwaltungschef habe seine eigene Behörde nicht im Griff, Gesundheitsamt und Lebensmittelüberwachung seien unterbesetzt, lautete die Kritik unter anderem. Die juristische Aufarbeitung des Falls steht noch aus.

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