Hessische Wappenlöwen: Stadtschloss Kassel, Löwen-Schild in Michelstadt, Frankfurter Zoo-Löwe Kumar, goldener Löwe vor dem Landesmuseum in Darmstadt
Bild © Pixabay, hessenschau.de, picture-alliance/dpa

Die Wahl am 28. Oktober wird spannend - so viel steht fest. Was die Hessen dabei bewegt, unterscheidet sich von Wahlkreis zu Wahlkreis stark. Diese Karten zeigen Ihnen unser Land aus acht überraschenden Perspektiven.

Bildung, Einwanderung, Infrastruktur, die Wohnsituation, Armut und der Umweltschutz – das sind die Themen, die die Hessen laut dem jüngsten hr-Hessentrend politisch am stärksten interessieren. Wie sich diese Probleme darstellen, unterscheidet sich von Wahlkreis zu Wahlkreis stark – wie ein Blick auf die Daten zeigt. Und auch über die neue politische Kraft, mit der alle rechnen müssen, sagen sie Interessantes.

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1. Wo die AfD stark ist

Behalten die aktuellen Umfragen recht, könnten sich die Mehrheitsverhältnisse massiv ändern. Obwohl eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler mit der Arbeit der schwarz-grünen Landesregierung zufrieden ist, droht ihr die Abwahl. Das hat nicht zuletzt mit dem Erstarken der AfD zu tun.

Die Sympathien für die Partei sind allerdings sehr ungleich verteilt: Während sie in den Städten eher schwächelt, kann sie in Osthessen auf starke Stimmenanteile hoffen. Nimmt man die Ergebnisse der Bundestagswahl vom vorigen Jahr als Maßstab, ist der Wahlkreis Fulda II ihre hessische Hochburg; auch in den benachbarten Wahlkreisen Fulda I, Main-Kinzig III, Hersfeld und Wetterau II ist sie im hessischen Vergleich stark.

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Die AfD scheint ihre Hochburg im wohlhabenden Taunus verloren zu haben. Bei der Landtagswahl 2013 hatte sie in den beiden Hochtaunus-Wahlkreisen und im Wahlkreis Main-Taunus I noch die Fünf-Prozent-Hürde der Zweitstimmen überschritten, bei der Bundestagswahl waren die Ergebnisse unterdurchschnittlich. Es liegt nahe, dahinter den programmatischen Schwenk der Partei zu vermuten – 2013 unter Führung Bernd Luckes war ihr großes Thema noch Euroskepsis, inzwischen setzt sie auf das zentrale Thema Zuwanderung.

2. Wo viele Ausländer leben

Stark ist die AfD in Hessen vor allem dort, wo wenig Ausländer leben – das ist kein neues Phänomen und auch nicht hessentypisch.

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Das deutet darauf hin, dass die Partei eher von Ängsten profitiert als Problemen. Allerdings ist der Ausländeranteil im Wahlkreis kein direktes Maß für Zuwanderung. Hoch ist er in den wirtschaftlich starken Städten, in denen die AfD sich schwer tut.

3. Wo Lehrer knapp sind

Zu dem Politikfeld, das den Wählern laut Hessentrend am wichtigsten sind, fehlen entscheidende Daten. Wieviel Unterricht tatsächlich ausfällt, das will das CDU-geführte Bildungsministerium erst erheben. So lässt sich auch derzeit nicht sagen, wo genau Unterrichtsausfälle das drängendste Problem sind.

Was es gibt, sind Daten über die Klassengrößen. Auch wenn diese in einem engen, gesetzlich vorgeschriebenen Korridor bewegen, sind sie doch ein Fingerzeig, welche Kreise sich schwer tun, genügend Lehrerinnen und Lehrer für alle Schüler zu finden. Bei aller gebotenen Vorsicht weisen die Daten darauf hin, dass das vor allem im Rhein-Main-Gebiet ein Problem sein könnte.

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4. Wo man noch günstig wohnt

Kann ich mir meine Wohnung leisten? In den Städten, vor allem in der boomenden Großstadt Frankfurt und ihren Nachbarkommunen, ist das zur zentralen Frage an die Politik und die Politiker geworden.

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Unsere Karte zeigt ein Bild des Mietmarktes – also der Mieten, die verlangt werden, wenn man eine Wohnung neu anmieten will. Das Institut für Wohnen und Umwelt, das die Daten geliefert hat, erhebt sie durch Abfrage der Angebote auf mehr als 100 Immobilienportalen und -zeitungen.

Bestandsmieten sind natürlich deutlich günstiger als das, was für Neuverträge verlangt wird, und ein großer Teil der günstigen Wohnungen findet sich im sozialen Wohnungsnarkt. Die realen Mieten sind also im Schnitt niedriger als das, was unsere Karte angibt – trotzdem bildet sie sehr deutlich die Spreizung zwischen Stadt und Land, zwischen Nord und Süd ab.

5. Wo schnelles Internet für viele ein Traum bleibt

Infrastruktur: Die Bürgerinnen und Bürger erwarten von Landes- und Kommunalpolitikern, dass sie den Zugang zu Informationen und Dienstleistungen verbessern. Und gerade für ländliche Wahlkreise besteht noch Verbesserungsbedarf.

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Die Karte zeigt den Versorgungsgrad mit schnellem Internet. Die Daten stammen aus dem Breitbandatlas des Bundesverkehrsministeriums, das diese Daten von den Internet-Providern bekommt und die Daten für uns auf die hessischen Wahlkreise heruntergebrochen hat.

6. Wo die Menschen zur Arbeit pendeln

Verkehrspolitik ist eine weitere zentrale Streitfrage in der Landespolitik. Unsere Karte zeigt, wie unterschiedlich sie die Menschen in Stadt und Land betrifft: Während die Städte die großen Pendler-Magneten sind, büßen Wahlkreise wie Main-Kinzig I durch Pendler wochentags mehr als ein Viertel ihrer Gesamtbevölkerung ein.

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7. Wo die Armut sichtbar wird

Armut ist ein schwieriger und umstrittener Begriff. Was unstrittig ist, ist die Anzahl der Bezieher von Grundsicherung. Unsere Karte zeigt, welcher Anteil der Bevölkerung eines Wahlkreises Grundsicherung bezieht.

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8. Wo die Natur noch in Ordnung ist

Im Rhein-Main-Gebiet mag es manchen verwundern, wie grün Hessen ist. Ein Großteil des Bundeslandes besteht aus Wald. In diesen Gebieten werden die Streits um Windkraftanlagen häufig besonders heftig geführt. Diese Karte zeigt, wie hoch der Waldanteil in den Wahlkreisen ist. Für die Frage, wie wichtig den Wählerinnen und Wählern im jeweiligen Kreis Umweltschutzfragen sind, gibt es freilich noch andere Faktoren.

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