Eine Frau steckt einen Stimmzettel in eine Wahlurne.
Eine Frau steckt einen Stimmzettel in eine Wahlurne. Bild © picture-alliance/dpa

Bei der Landtagswahl vor gut zwei Wochen sind in Frankfurt knapp 900 Stimmen falsch zugeordnet worden. Die Stadt bedauerte den Fehler. Die Panne könnte noch zu entscheidenden Verschiebungen im amtlichen Endergebnis führen.

"Das sind zu viele, keine Frage. Aber sie sind kein Grund, die ganze Wahl in Zweifel zu ziehen", so der für das Frankfurter Wahlamt zuständige Stadtrat Schneider (CDU) in einem Interview der Frankfurter Neuen Presse. Insgesamt seien am 28. Oktober in Frankfurt 270.813 Landesstimmen abgegeben worden, von denen knapp 900 falsch zugeordnet worden seien.

Schneider sagte in dem Interview, er bedauere sehr, "dass es bei der Schnellmeldung am Wahlabend zu Problemen kam". Derzeit werde geprüft, was schlief gelaufen sei und welche Konsequenzen daraus gezogen würden.

"Aber eines kann ich jetzt schon versichern: Es bestand nie die Gefahr, dass Wählerstimmen unberücksichtigt bleiben." Er habe bereits am Montag nach der Wahl erklärt, dass es bei der Übermittlung der Ergebnisse zu technischen Schwierigkeiten gekommen sei.

Mögliche Folgen für Regierungsbildung

Das endgültige Wahlergebnis für Hessen soll am Freitag vorliegen. Dann wird auch klar sein, ob es noch zu Verschiebungen kommen wird. Die CDU war bei der Wahl am 28. Oktober nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis stärkste Kraft geworden und könnte demnach die Koalition mit den Grünen fortsetzen.

Die Grünen waren mit einem Vorsprung von 94 Stimmen vor der SPD zweitstärkste Kraft geworden. Überholt die SPD am Ende doch noch die Grünen, könnte das Folgen für die Regierungsbildung haben. Denn die FDP zeigt sich nur offen für Gespräche über ein Ampel-Bündnis, wenn dieses unter Führung der SPD gebildet würde.

Sendung: hr-iNFO, 12.11.2018, 21 Uhr