Der Dom in Fulda hinter einer frühlingshaften Wiese.

Die Region ist ländlich geprägt, hat aber durch das Oberzentrum Fulda eine hervorragende Arbeitsmarktsituation. Die Wirtschaft boomt.

So lebt man hier

Der Wahlkreis umfasst die Städte und Gemeinden Bad Salzschlirf, Burghaun, Fulda, Großenlüder, Hünfeld, Nüsttal und Rasdorf. Die Arbeitslosenquote im Landkreis ist seit Jahrzehnten die niedrigste in ganz Hessen. Der Grund: Die Wirtschaft im Wahlkreis Fulda boomt. Große Arbeitgeber sind unter anderem die Firmen Goodyear "Fulda Reifen", JUMO Mess- und Regeltechnik, die Papierfabrik Jass, das Milupa-Werk und das Klinikum Fulda. Die Region rund um die Bischofsstadt ist eine katholisch geprägte Enklave. In Fulda findet alljährlich im Herbst die Deutsche Bischofskonferenz statt.

Das sind die Probleme

Auf dem Land schließen viele Läden und Geschäfte, weil sie keine Nachfolger finden. Ebenso schwinden die Arztpraxen aus den Dörfern. Die Stadt Fulda und ihre Nachbargemeinden Künzell und Petersberg hingegen boomen. Die Anzahl der Menschen, die in die Stadt ziehen, steigt. Es werden zwar immer mehr Baugebiete ausgewiesen und Häuser und Wohnungen gebaut, aber Preise und Mieten steigen auch. Die kürzlich angekündigte Fusion der Kaufhäuser Karstadt und Galeria Kaufhof verunsichert Kunden und Arbeitnehmer.

Das sind die Chancen

Fulda profitiert von seiner guten Verkehrsanbindung mit ICE-Bahnhof und der Autobahn A7. Seit es über die A7 und die A66 eine direkte Autobahnverbindung zwischen Fulda und Frankfurt gibt, ist Fulda als Tagungsort noch beliebter geworden. Es kommen auch immer mehr Touristen nach Osthessen. Fulda hat sich als Musicalstandort etabliert und zieht allein damit jährlich fast 60.000 Besucher an. Bei Konzerten auf dem Domplatz treten internationale Stars auf – in diesem Sommer war Sting hier. Als Chancen, die Stadt weiter zu entwickeln, sehen die Stadtpolitiker die drei anstehenden Großveranstaltungen: das Stadtjubiläum (2019), den Hessentag (2021) und die Landesgartenschau (2023).

Das ist die politische Ausgangslage

Der Wahlkreis 14 gilt als CDU-Hochburg. Das derzeitige Direktmandat hat der CDU-Landtagsabgeordnete Walter Arnold aus Großenlüder inne. Bei der Landtagswahl 2013 hatte Arnold mit einem Vorsprung von 19.824 Stimmen den zweithöchsten Vorsprung eines Wahlkreises erzielt. Über die Landesliste kamen auch Jürgen Lenders (FDP) und Margaretha Hölldobler-Heumüller (Grüne) in den Landtag. Unruhe im Wahlkreis Fulda gab es durch die vom Landtag mit schwarz-grüner Mehrheit beschlossene Wahlkreisreform. Die Marktgemeinde Eiterfeld im Kreis Fulda gehört nun nicht mehr zum Wahlkreis 14, sondern wurde dem Wahlkreis 11 (Hersfeld) zugeordnet. Bürgermeister und Gemeindevertreter hatten sich dagegen ausgesprochen.

Das sind die Direktkandidaten

  • Thomas Hering (CDU) kandidiert erstmals, nachdem der langjährige CDU-Landtagsabgeordnete Walter Arnold aus Altersgründen auf seine eigene Kandidatur verzichtet hat.
  • Philipp Ebert (SPD) wäre mit 27 Jahren einer der jüngsten Abgeordneten im Landtag.
  • Silvia Brünnel (Grünen) ist seit 2016 Fraktionsvorsitzende der Grünen in Fulda.
  • Nick Amoozegar (Linke), ist mit 28 Jahren auch ein Politiker der jüngeren Generation.
  • Jürgen Lenders (FDP) seit 2008 Landtagsabgeordneter, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion und Parlamentarischer Geschäftsführer.
  • Jens Mierdel (AfD) ist seit 2016 Abgeordneter der AfD im Kreistag. Kritiker werfen ihm Nähe zur rechten „Identitären Bewegung“ vor.
  • Dieter Krach (Freie Wähler), langjähriger Gemeindevertreter in Burghaun, war früher bei den Grünen.
  • Wynonna Weber (Die PARTEI) ist mit 26 Jahren die jüngste Direktkandidatin im Wahlkreis 14.
Weitere Informationen

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Landespolitische Themen wie die innere Sicherheit oder Wohnungsbau dominieren. Ein Reizthema ist der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Fulda und Gelnhausen. Anwohner der Strecke fürchten Lärm und eine Wertminderung ihrer Grundstücke. Das gilt auch beim geplanten Bau der Starkstromtrasse SuedLink.

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