Die Altstadt in Dillenburg.
Die Altstadt in Dillenburg. Bild © picture-alliance/dpa

Landschaften wie die des malerischen Westerwalds, Kleinstädte und Dörfer bestimmen das Bild dieser Gegend. Die vielen top-modernen Unternehmen mildern die Probleme des ländlichen Raums.

So lebt man hier

Der Wahlkreis reicht von Dietzhölztal im Nordwesten bis nach Sinn. Rund 126.000 Menschen leben hier. Gerade Herborn am Rande des Westerwaldes hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt – nicht zuletzt dank des Hessentags 2016. Der Lahn-Dill-Kreis gilt als Innovationsmotor von Mittelhessen – viele metallverarbeitende Unternehmen sorgen im Kreis für Jobs und Ausbildungsplätze.

Das sind die Probleme

Der Wahlkreis leidet unter den Problemen, die viele ländliche Kreise plagen – allen voran ist da der demographische Wandel und die Landflucht. Viele Gemeinden sind bemüht, attraktiv für Familien zu sein und setzen auf ein wohl behütetes Leben im Vergleich zur Großstadtregion um Frankfurt. Dennoch nimmt das durchschnittliche Alter der Bevölkerung zu – und das hat auch Auswirkungen auf die Ärztesituation. Immer mehr geben ihre Praxen auf, die Suche nach jungen Nachwuchsärzten, die bereit sind, für die Menschen auf dem Land zu sorgen, ist schwierig.   

Das sind die Chancen

Gerade im nördlichen Lahn-Dill-Kreis gibt es viele mittelständische Unternehmen, die innovativ und Vorreiter auf ihren Gebieten sind – manche von ihnen sind sogar Spitzenreiter. Allen voran die Firma Rittal des Milliardärs Friedhelm Loh, die Weltmarktführer bei der Schaltschrank-Produktion ist. Diese Unternehmen zahlen in der Regel ordentlich, suchen aber unter zunehmenden Schwierigkeiten Auszubildende und Fachkräfte, die im Lahn-Dill-Kreis ansässig werden wollen. Im Handwerk ist es ähnlich: Ohne die Flüchtlinge, die sich zu Handwerkern ausbilden lassen, wären die Zahlen der Auszubildenden laut Kammer rückläufig.

Das ist die politische Ausgangslage

Der Wahlkreis 16 ist konservativ geprägt. Das letzte Direktmandat für einen Sitz im Hessischen Landtag holte Unternehmer und CDU-Mann Clemens Reif mit 48,7 Prozent. Im Kreistag hat die CDU zwar die meisten Sitze, Das Sagen hat aber eine Koalition aus SPD, FWG, den Grünen und der FDP. Bei der vergangenen Kommunalwahl im März 2016 holte die AfD aus dem Stand zehn Prozent der Stimmen.

Das sind die Direktkandidaten

  • CDU: Jörg Michael Müller, 56, Stadtverordnetenvorsteher in Herborn
  • SPD: Stephan Grüger, 52, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Industrie- und Außenwirtschaft sowie Bundeswehr aus Driedorf
  • Grüne: Priska Hinz, 59, hessische Umweltministerin aus Herborn
  • Linke: Sylvia Kornmann, 50, aus Wetzlar
  • FDP: Anna-Lena Benner-Berns 31, aus Mittenaar
  • AfD: Adrian Tegelbekkers, 72, aus Driedorf
  • ÖDP: Frank Deworetzki, 53, aus Herborn
Weitere Informationen

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Der schlechte Zustand der Straßen und die Frage, ob Anlieger für den Straßenausbau zahlen sollen, ist ein Thema. Außerdem der Ausbau des Breitbandnetzes, der den vielen mittelständischen Unternehmen zu Gute kommen soll. Fehlende Sozialwohnungen sind nicht nur in Großstädten ein Problem: Auch in Herborn gibt es derzeit Wartelisten. Alle Parteien versprechen, die Infrastruktur zu verbessern - auch medizinisch.

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