Blick auf den Dom in Limburg.

Weit weg und doch nah dran: Ins Rhein-Main-Gebiet pendelt von hier fast jeder zweite Arbeitnehmer. Limburg und das schöne Lahntal ziehen Besucher an, auch wenn die Luft längst nicht überall gesund ist.

So lebt man hier

Der Wahlkreis 21 erstreckt sich über den westlichen Teil des Landkreises Limburg-Weilburg und hat rund 88.000 Einwohner. Neben den Städten Limburg und Hadamar gehören auch die Gemeinden Brechen, Dornburg, Elbtal, Elz, Hünfelden und Waldbrunn dazu. Ein Teil der Gemeinden liegt im Westerwald, allerdings sind sie dank der Bundesstraße 54 recht gut angebunden. Brechen, Hünfelden, Limburg und Elz liegen direkt an Bundesstraßen - die Wege ins Rhein-Main-Gebiet, nach Wiesbaden und Gießen sind also gut machbar. Kein Wunder, dass fast jeder zweite Arbeitnehmer Pendler ist – und nach Feierabend die Ruhe auf dem Land genießt.

Das sind die Probleme

In den ländlichen Gebieten wird es in Sachen Infrastruktur immer schwieriger: Landflucht ist ein großes Thema. Trotz der teilweise guten Anbindung an Großzentren wird es für Senioren zunehmend schwierig, sich selbst zu versorgen und mobil zu bleiben. Arztpraxen schließen ohne Nachfolger, der öffentliche Personennahverkehr ist zum Teil nicht existent. Junge Menschen sehen für sich keine Zukunft und verlassen die Heimatdörfer. Limburg als größte Stadt des Landkreises ist gefragt - das lässt die Mietpreise steigen. Limburg hat außerdem nach wie vor Probleme mit zu hohen Luft-Schadstoffwerten. Die Stadt liegt verkehrsgünstig – das ist Fluch und Segen zugleich.

Das sind die Chancen

Die gute Lage an der A3 mit einem ICE-Bahnhof, die vielen erfolgreichen Mittelständler und der Tourismus. Allein die Stadt Limburg konnte im Jahr 2017 fast 100.000 Gäste anziehen, die in Pensionen, Hotels und auf dem Campingplatz übernachteten. Kulturell und historisch hat der Wahlkreis ebenso viel zu bieten: Neben der Fürstenstadt Hadamar ist selbstverständlich die Limburger Altstadt absolut sehenswert. Unzählige Vereine und engagierte Ehrenamtliche sorgen in den ländlichen Regionen für kulturelles Leben, gegenseitige Unterstützung und Hilfe.

Das ist die politische Ausgangslage

Alles andere als ein CDU-Erfolg wäre trotz deren generellem Umfragetief, eine große Überraschung. Traditionell gilt der Wahlkreis (wie der gesamte Landkreis Limburg-Weilburg) als christdemokratische Hochburg. Bei der Landtagswahl 2013 zog CDU-Direktkandidat Joachim Veyhelmann mit fast 22 Prozent Vorsprung vor seinem SPD-Kontrahenten in den Landtag ein. Damit gehörte der Wahlkreis zu den Wahlkreisen mit der deutlichsten Entscheidung.

Das sind die Direktkandidaten

Auch bei der diesjährigen Landtagswahl will CDU-Mann Joachim Veyhelmann wieder als Direktkandidat nach Wiesbaden. Seit 1985 ist er in der Lokal- und Kreispolitik aktiv und dementsprechend kein Unbekannter. Viktoria Spiegelberg-Kamens tritt als Direktkandidatin für die SPD an. Für die Grünen geht Sebastian Schaub ins Rennen, für FPD Marion Schardt-Sauer. Direktkandidat der Linken ist Harff-Dieter Salm, Georg Horz für die Freien Wähler, Thomas Crecelius-Lamboy für die AfD. Auch der Spitzenkandidat von Die PARTEI Mario Bouffier tritt hier als Direktkandidat an.

Weitere Informationen

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Lokale oder regionale Themen tauchen im Wahlkampf der Direktkandidaten kaum auf. Die Kreisgeschäftsstellen der Parteien verweisen auf ihren Internetseiten auf die Parteiprogramme der Landesverbände. Mit unterschiedlicher Gewichtung werden aber überall Themen wie eine gerechtere Bildungspolitik und bezahlbare Mieten gefordert. Lediglich die Freien Wähler gehen mit einem zentralen Thema in den Wahlkampf: der Abschaffung der Straßenbeiträge.

Darüber wird am 28.10. noch entschieden

Zusammen mit dem Landtag wählen die Bürger im Landkreis Limburg-Weilburg auch noch einen neuen Landrat. Es treten an: Michael Köberle für die CDU, Jörg Sauer für die SPD, Klaus Valeske für die FDP, Andreas Bendel für die Freien Wähler und Jörg Zimmermann für die Linke. Eine mögliche Stichwahl findet am 11. November statt.