Der Römerbrunnen in Bad Vilbel.

Die Nähe zum Ballungsraum lässt auch hier Grundstückspreise und Mieten steigen. Aber der Standort ist für viele neue Unternehmer attraktiv. Vor allem eine Stadt hat angesichts solcher Perspektiven Großes vor.

So lebt man hier

Der Wahlkreis 25 Wetterau I ist städtisch geprägt, wenn auch noch viel Landwirtschaft zu finden ist. Die Region ist für die Wasserquellen bekannt, hier Rosbach und Bad Vilbel. Bad Vilbel, Karben, Niddatal, Rosbach, Friedberg und Wöllstadt, liegen im Einzugsbereich von Frankfurt. Das Rhein-Main-Gebiet prägt die Gemeinden, viele Pendler leben hier und fahren tagtäglich über die Bundesstraße B3 oder die Autobahn A5 nach Frankfurt, Darmstadt oder Wiesbaden. Die Politik versucht mit verschiedenen Projekten unabhängiger von der großen Schwester Frankfurt zu werden, indem Arbeitsplätze vor Ort geschaffen werden, wie im Smart City Projekt in Bad Vilbel. Und die Stadt ist beliebt, keine zehn Kilometer von der Stadtgrenze Frankfurts entfernt, mit Bahn und Bus bestens angebunden, leben hier im gesamten Wetteraukreis am meisten Menschen. Nach aktuellen Zahlen des Kreises sind es inzwischen 33.661 Einwohner. Und die Quellenstadt wächst. Ähnlich ist das Bild auch in Friedberg, die Kreisstadt mit Hochschulstandort ist mit der S6 von Frankfurt aus einfach zu erreichen, was sich durch den Ausbau der Bahntrasse für die Pendler in den nächsten Jahren noch vereinfachen wird. Der Boom zeigt sich aber auch deutlich an den Grundstückspreisen und Mieten, die sich immer mehr am Frankfurter Wohnungsmarkt orientieren. Ähnliches lässt sich auch in den umliegenden Gemeinden beobachten.

Das sind die Probleme

Die Nähe zur großen Schwester Frankfurt  ist Segen und Fluch zugleich. Die Region wächst. Das liegt am Zuzug. Der Wohnraum wird knapp. Immer mehr Wohngebiete werden ausgewiesen, der kostbare Ackerboden an immer mehr Orten versiegelt. Dieser Konflikt zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Kreis. Überall müssen neue Kindergärten und neue Schulen gebaut oder Schulen erweitert werden. Die Pendlerstrecken, die das Wohnen in der Wetterau attraktiv machen, wie die A5 oder die B3 sind dauerbelastet.

Das sind die Chancen

Besonders in Bad Vilbel spürt man eine regelrechte Aufbruchsstimmung. In den nächsten Jahren sollen hier eine neue große Therme mit Hotel, ein neues Kurhaus und ein neues Arbeits- und Wohnviertel, die "Smart City Bad Vilbel", entstehen. Auch der Hessentag 2020 in Bad Vilbel wirft bereits seine Schatten voraus und hat dafür gesorgt, dass Straßen verbessert werden, frisches Grün gepflanzt wird. Für immer mehr Unternehmen ist die Region direkt an Frankfurt attraktiv.

Das ist die politische Ausgangslage

Der Wahlkreis 25 ist eher konservativ geprägt. Die CDU konnte hier bei den letzten beiden Landtagswahlen rund 40 Prozent der Stimmen holen. Die SPD lag deutlich zurück, zuletzt konnten die Sozialdemokraten 27 Prozent der Stimmen gewinnen.

Das sind die Direktkandidaten

Ex-Justizminister Jörg-Uwe Hahn stellt sich erneut für die FDP zur Wahl. Der Politiker gehört dem Landesparlament bereits seit mehr als 30 Jahren an. Auch Tobias Utter (CDU) aus Bad Vilbel sitzt bereits im Landtag und ist Favorit für das Direktmandat. Die Bankangestellte Mirjam Fuhrmann tritt für die SPD an, der Pastor Clemens Breest für die Grünen. Für die Linke geht die Friedberger Stadtverordnete Anja El-Fechtali, für die AFD der Kreistagsabgeordnete Michael Kuger ins Rennen. Raimo Biere ist der Kandidat der Freien Wähler, er ist der Fraktionsvorsitzende in Bad Vilbel. Für die PARTEI tritt Till Hüttinger an.

Weitere Informationen

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Regionale Themen spielen im aktuellen Wahlkampf eine große Rolle - am ehesten Dauerthemen wie die Verkehrsauslastungen, zum Beispiel auf Ortsdurchfahrten wie durch Bad Vilbel. CDU und SPD sind sich einig darin, enger mit dem großen Nachbarn Frankfurt zusammenarbeiten zu wollen.

Darüber wird am 28.10. noch entschieden

In Rosbach wird der Bürgermeister gewählt. Hier treten der parteilose Steffen Maar, der ebenfalls parteilose Christoph Käding, der unabhängige Christian Thiel und Hans-Otto Jacobi für die FDP an.

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