Das Biebricher Schloss in Wiesbaden.

Streuobstwiesen und Ackerflächen prägen das Bild in Wiesbadens Osten. In vielen Stadtteilen herrscht nahezu Vollbeschäftgung. Wer zur Arbeit pendelt, braucht meist ein Auto.

 So lebt man hier

Wiesbadener Vororte wie Igstadt, Kloppenheim und Nordenstadt sind relativ ländlich. Stadtteile am Rhein sind dagegen eher industriell. So ist in Amöneburg ein großes Zementwerk zu Hause. Und zwischen Amöneburg und Biebrich steht ein Industriepark mit vielen Firmen aus der Chemiebranche. Amöneburg, Kastel und Kostheim (AKK) gehörten einst zu Mainz und wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von den Amerikanern Wiesbaden zugeschlagen. Sonnenberg im Nordosten gilt als Stadtteil der Villen. Dabei stehen dort auch viele einfache Häuser.

Das sind die Probleme

In Amöneburg ist die Arbeitslosigkeit mit 12,2 Prozent besonders hoch. Kastel leidet zum Beispiel unter Bahnlärm und Fluglärm. Es gab auch viele Lärmprobleme mit den Hubschraubern der Airbase der US-Amerikaner in Erbenheim. Die scheinen allerdings nach mehrmaligen Treffen eines Runden Tisches so gut wie behoben. Wie überall im Rhein-Main-Gebiet sind Wohnungen knapp. Zwischen Amöneburg und Erbenheim soll ein neuer Stadtteil für etwa 10.000 Menschen entstehen, das Ostfeld. Allerdings könnte das die Luftzufuhr der Mainzer Innenstadt stören.  

Das sind die Chancen

Die Arbeitslosigkeit ist in vielen östlichen Stadtteilen von Wiesbaden extrem niedrig. Ein paar Beispiele der Arbeitslosenquoten: Kloppenheim 3,9, Igstadt 2,9, Breckenheim 2,3, Heßloch 2,0, Naurod 1,9 Prozent. Das ist nahe an der Vollbeschäftigung. Die Böden der Region sind fruchtbar. Das Freibad auf der Maaraue am Rhein ist ein ebenso schönes Ausflugsziel wie die Sommerfestspiele auf der Burg Sonnenberg und – hoffentlich bald – der Zollspeicher in Biebrich.

 Das ist die politische Ausgangslage

Horst Klee, CDU hat jahrelang den Wahlkreis dominiert. Mit 78 Jahren geht er nun in Rente. Klee holte von 2008 bis 2013 immer zwischen 40 und 45 Prozent der Stimmen bei der Direktwahl. Auch bei den Zweitstimmen hatte die CDU stets die Nase vorn. Dadurch, dass Horst Klee nicht mehr antritt, sind die Karten aber neu gemischt.

Das sind die Direktkandidaten

Der bekannteste Bewerber um ein Direktmandat ist eindeutig Kultusminister Alexander Lorz von der CDU. Gegenkandidatin der SPD ist Patricia Eck, Referentin bei der Stadt für Soziales. Die Direktkandidatin der Grünen, Dorothée Andes-Müller, ist als Kulturpolitikerin im Wiesbadener Rathaus bekannt. Kim Abraham ist Referentin für die Linken-Fraktion im Landtag. Alexander Winkelmann, Kandidat der FDP, sitzt für seine Partei in Ausschüssen der Stadt Wiesbaden. Robert Lambrou ist Sprecher der AfD Wiesbaden und der AfD Hessen. Peter Schüppenhauer tritt für die Freien Wähler an.

Weitere Informationen

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Nicht zuletzt um Wohnungsbau und Verkehrspolitik, zum Beispiel um das geplante Baugebiet Ostfeld und die Verbesserung der Bahnanbindung durch die Wallauer Spange. Auch die Citybahn, die durch Biebrich und Kastel fahren soll, ist ein lokales Wahlkampf-Thema. Sie soll mit Bundes- und Landesgeld realisiert werden. In Biebrich leben viele Citybahn-Gegner, die – anders als die Parteien – schon seit Monaten plakatiert haben.

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