Foto eines alten Gebäudes in Hofheim

In den Wahlkreis vor den Toren Frankfurt zieht es viele Menschen - vor allem junge Familien. Das heißt aber auch: Es werden moderne Schulen und mehr bezahlbarer Wohnraum gebraucht.

So lebt man hier

Viele Familien bauen hier ihr Häuschen. Finanziell sind die Bewohner pro Kopf im Durchschnitt sehr gut aufgestellt. Junge Start-Ups nutzen außerdem die finanzielle und ideelle Unterstützung von Kommunen, um sich in der Wirtschaft aufzustellen. Die Anwohner schätzen die Nähe zur Natur und die Anbindung zur Großstadt gleichermaßen. Vor allem in Flörsheim und Hochheim genießt man den Wein, der vor der eigenen Haustür hergestellt wird.

Das sind die Probleme

Ein Dauerthema ist der Fluglärm. Durch die Nähe zum Frankfurter Flughafen bleibt dieser nicht aus. Vor allem die Anwohner in Flörsheim, Hattersheim und Hochheim pflegen ein ambivalentes Verhältnis zum Airport: Viele von ihnen arbeiten dort.

Bezahlbarer Wohnraum ist zunehmend Mangelware. Rund 16.000 Wohnungen werden laut einer Prognose des Regionalverbands Frankfurt/Rhein-Main aus dem Jahr 2016 bis zum Jahr 2030 im Landkreis gebraucht. Eine Schätzung des Statistischen Landesamtes geht davon aus, dass dann rund 251.000 Menschen im Kreis leben, 14.000 mehr als Ende März dieses Jahres. Laut Flächennutzungsplan gibt es noch mehr als 280 Hektar für den sozialen Wohnungsbau im Kreis.

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Falsche Größenordnung

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version dieses Artikels hieß es im Zusammenhang mit dem Wohnungsbedarf, es sei mit dem Zuzug von 50.000 Menschen in den kommenden Jahren zu rechnen. Das war falsch und bei weitem zu hoch bemessen. Das Statistische Landesamt geht von rund 14.000 zusätzlichen Menschen im gesamten Landkreis bis 2030 aus, Prognosen von Regionalverband und Bertelsmann-Stiftung aus den vergangenen Jahren bewegen sich in einer ähnlichen Größenordnung. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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Das sind die Chancen

Besonders viel investiert man in den Kommunen derzeit in Schulen. Rund 60 Millionen Euro wurden im Landkreis in Schulgebäude gesteckt. Die Kommunen profitieren von einem hohen ehrenamtlichen Engagement der Bürger. Die Politik will das fördern und honorieren – durch Auszeichnungen und Ehrungen, oft auch mit Subventionen und Fördergeldern für Vereine und Organisationen.

Das ist die politische Ausgangslage

Die CDU ist hier traditionell stark. Ihr Kandidat, Staatskanzleichef Axel Wintermeyer, holte 2013 bei der Landtagswahl das Direktmandat mit mehr als 14 Prozent Vorsprung.

Das sind die Direktkandidaten

  • Axel Wintermeyer (CDU) aus Hofheim ist der Staatsminister und Chef der hessischen Staatskanzlei.
  • Gisela Stang (SPD) ist die amtierende Bürgermeisterin von Hofheim am Taunus.
  • Oliver Christ (Grüne) aus Hofheim war Stadtverordneter und Kreistagsabgeordneter.
  • Ingo von Seemen (Linke), Stadtverordneter in Wiesbaden
  • Kornelia Ahr-Wiehe (FDP), Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes in Hattersheim
  • Thomas Kaus (AfD) aus Hattersheim
  • Ivaloo Schölzel (Freie Wähler) aus Kelkheim
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Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Wohnungsbau und Schulpolitik spielen eine besonders große Rolle.