Das Bockenheimer Depot in Frankfurt.

Der Wahlkreis zieht sich vom Nordwesten Frankfurts bis nahe ans Stadtzentrum. Jeder Zweite hier ist Ausländern oder Deutscher mit Migrationshintergrund. Für Unruhe sorgen Pläne für ein neues Viertels.

So lebt man hier

Der Wahlkreis umfasst die Ortsteile Bockenheim, Hausen, Heddernheim, Niederursel, Praunheim und Rödelheim. Von den insgesamt gut 107.000 Einwohnern sind knapp 65.000 wahlberechtigt. Die Bevölkerung ist recht typisch für Frankfurt. So liegt der Anteil der Ausländer und Deutschen mit Migrationshintergrund bei rund 50 Prozent. Ein überdurchschnittlich großer Anteil wohnt schon zehn Jahre oder länger hier. Außerdem leben hier junge Menschen. Und der Anteil der Arbeitslosen ist relativ gering.

Das sind die Probleme

Für viel Unruhe sorgen aktuell die Pläne der Stadt, ein neues großes Stadtviertel im Nordwesten von Frankfurt um die Autobahn A5 zu bauen. Wohnungen für 30.000 Menschen sollen dort entstehen, um der wachsenden Wohnungsnot zu begegnen. Dagegen gibt es Kritik von direkt angrenzenden Frankfurter Ortsteilen wie Praunheim. Die Kritiker argumentieren, dass Frankfurt sich zu sehr ausdehne, unter anderem Frischluftschneisen zugebaut würden und ein Wohnquartier auf beiden Seiten einer mehrspurigen Autobahn nicht attraktiv sei. Darüber hinaus gibt es im Wahlkreis auch immer wieder Diskussionen um Verkehrsprobleme, den öffentlichen Nahverkehr und das linke besetzte Zentrum "Au" in Rödelheim.

Das sind die Chancen

Das neue Wohnquartier könnte auch zusätzliche Chancen für die Region bringen. Vom Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Schaffung von Infrastruktur wie Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kitas oder Freizeitflächen oder Lärmschutzwände an der A5 würden auch die angrenzenden Stadtteile profitieren.

Das ist die politische Ausgangslage

Bei der letzten Landtagswahl lagen CDU und SPD fast gleichauf mit rund 30 Prozent. Die CDU hatte knapp die Nase vorn. Die SPD allerdings hat damals am meisten dazu gewonnen. 2009 lag sie noch bei gut 21 Prozent.

Das sind die Direktkandidaten

Als Direktkandidat der CDU setzte sich überraschend Veljko Vuksanovic durch. Er setzt unter anderem auf Integration bei gleichzeitig verschärfter Asylpolitik und mehr Polizeipräsenz und Videoüberwachung. Die SPD setzt auf den langjährigen Landtagsabgeordneten Gernot Grumbach, Vorsitzender der SPD Hessen-Süd. Er ist in Frankfurt bekannt durch seine langjährige Stadtteilpolitik. Für die Freien Wähler geht Karlheinz Grabmann ins Rennen, für die Grünen Miriam Dahlke. Die Linke setzt ganz auf Janine Wissler. Die 37-Jährige ist bereits Landtagsabgeordnete und dort Fraktionschefin. Sie war Kandidatin bei der Oberbürgermeisterwahl. Sebastian Papke ist der Kandidat der FDP, die PARTEI setzt auf Nico Wehnemann und die AfD auf Olaf Schwaier.

Weitere Informationen

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Ein dominantes Thema im Wahlkampf wird die Diskussion um das geplante Wohngebiet auf beiden Seiten der A5 sein. Die CDU setzt sich gegen das Bauvorhaben der Stadt ein und damit gegen die eigene Partei in der Stadtregierung. Auch Bildungspolitik, öffentlicher Nahverkehr und das Thema Sicherheit spielen eine Rolle.

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