Altstadt im Frankfurter Stadtteil Bornheim.

Frankfurt V ist der kleinste und am dichtesten besiedelte Wahlkreis der Stadt - und der Druck auf den Wohnungsmarkt entsprechend hoch. Auch der Bau und die Sanierung von Schulen ist ein Thema.

So lebt man hier

Der Wahlkreis umfasst die zentralen Stadtteile Nordend, Ostend und Bornheim. Frankfurt V ist der kleinste und am dichtesten besiedelte Wahlkreis. Im Vergleich zu anderen leben hier mehr Deutsche ohne Migrationshintergrund. Es gibt zudem viele Einzel- und weniger Familienhaushalte. Viele Anwohner leben in Mehrfamilienhäusern, haben einen sozialversicherungspflichtigen Job und im Vergleich die durchschnittlich höchsten Durchschnittseinkommen in Frankfurt.   

Das sind die Probleme

Die Stadtteile im Wahlkreis 38 sind nicht nur dicht besiedelt, sie sind auch beliebt. In allen drei Stadtteilen gibt es einen hohen Druck auf den Wohnungsmarkt. Frankfurts Bevölkerung wächst stetig. Die Mieten steigen, da immer mehr gut verdienende Menschen in die Stadtteilen ziehen. Häuser werden durch Sanierungsarbeiten aufgewertet und teurer - Anwohner mit weniger Geld werden in andere Stadtteile verdrängt. Beispiel Ostend: Die Ansiedlung der EZB am Main hat den Stadtteil zwar aufgewertet, doch gleichzeitig steigen die Preise für Eigentum und Mieten. Im nördlichen Bornheim und Nordend soll das Ernst-May-Quartier entstehen. Wegen der Sorge, dass Grünflächen wegfallen und Frischluftschneisen unterbrochen werden, gibt es auch Widerstand in der Bevölkerung. Auch der Aus- und Neubau und die Sanierung von Schulen ist ein Thema.

Das sind die Chancen

Die Stadtteile profitieren von ihrer zentralen Lage und ihrer Nähe zur Innenstadt. Das zieht neue Einwohner und Firmen an. In den dicht besiedelten Quartieren gibt es viele schöne Altbauten. Das gastronomische Angebot und die Einkaufsmöglichkeiten sind vielfältig. Schicke Cafés, Restaurants, Kneipen, Theater und Grünanlagen erhöhen die Lebensqualität . Im Ostend ist am Main rund um die EZB ein Areal mit Sport-, Kultur- und Freizeitangeboten entstanden, dass viele Frankfurter nutzen.

Das ist die politische Ausgangslage

Die CDU lag bei der letzten Landtagswahl mit 27,7 Prozent der Stimmen knapp vorn vor der  SPD mit 27,4 Prozent. Die Grünen sind überdurchschnittlich stark: Sie holten 2013 23,5 Prozent der Stimmen. Aber auch hier hat sich bei der letzten Kommunalwahl und der Oberbürgermeisterwahl gezeigt, dass die SPD in Frankfurt gut macht.

Das sind die Direktkandidaten

Für die CDU tritt der Landtagsabgeordnete Bodo Pfaff-Greifenhagen an, als Nachfolger von Bettina Wiesmann, die 2013 32,7 Prozent der Stimmen geholt hatte. Für die SPD geht erstmals Arijana Neumann ins Rennen. Sie ist Referentin von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Die Grünen setzen auf den Landtagsabgeordneten Marcus Bocklet. Für die Linke stellt sich mit Ulrich Wilken ebenfalls ein Landtagsabgeordneter zur Wahl. Die weiteren Kandidaten sind Maria-Christina Nimmerfroh (FDP), AfD-Kreissprecher Andreas Lobenstein und Thomas Schmitt (Freie Wähler).

Weitere Informationen

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Fehlender Wohnraum, steigende Mieten und der enorme Zuzug nach Frankfurt werden den Wahlkampf bestimmen. Auch das Thema Mobilität und der dringend benötigte Ausbau der Verkehrsinfrastruktur werden heiß diskutiert werden.