Die Ronneburg in der Region Main-Kinzig.

Ein beträchtlicher Teil des Wahlkreises liegt im Bann größerer Städte, die seit Jahren wachsen. Die Arbeitslosenquote ist niedrig, die Pendlerquote hoch - und der ÖPNV ausbaubedürftig.

So lebt man hier

Der Wahlkreis Main-Kinzig I umfasst die Städte und Gemeinden Bruchköbel, Freigericht, Gründau, Hammersbach, Hasselroth, Langenselbold, Neuberg, Nidderau, Rodenbach, Ronneburg und Schöneck. Diese elf Kommunen liegen zentral im Main-Kinzig-Kreis, dem bevölkerungsreichsten Landkreis Hessens. Der westliche Teil des Wahlkreises ist eher städtisch, geprägt durch die Nachbarschaft zu Hanau und damit auch die Nähe zu Frankfurt, während der Wahlkreis in Richtung Osten ländlicher geprägt ist. Der Kreis ist der mit der zweitniedrigsten Arbeitslosenquote (2,6%) in Hessen. Hier leben viele Familien, denen die großen Nachbarstädte Frankfurt, Offenbach oder Hanau zu laut, zu stressig oder zu teuer sind.

Das sind die Probleme

Viele der Menschen im Wahlkreis pendeln zur Arbeit, zum Beispiel nach Frankfurt – entweder über die Autobahn A66 oder mit der Bahn. Die will die Strecke zwischen Hanau und Fulda ausbauen, weil sie Jahren überlaste ist. Viele Pendler greifen deshalb auf Busse zurück. Seit ein neuer Anbieter die Busverbindungen stellt, gibt es Ärger: verspätete und mangelhaft ausgestattete Busse, schlecht ausgebildete Fahrer. Die Problematik ist in den Lokalparlamenten Thema, dennoch setzen sich die Landtagskandidaten für Lösungen ein.

Das sind die Chancen

Weil die Stadt Hanau hat in den vergangenen Jahren viel investiert und unternommen hat, um in einer Liga mit Offenbach und Frankfurt zu spielen, sind dort die Mietpreise gestiegen. Nicht wenige Menschen sind deshalb ins Umland "geflohen". Hier sind die Mieten niedriger, die Infrastruktur dennoch gut, die Lebensqualität vor allem für Familien gut.

Das ist die politische Ausgangslage

In den kommunalen Parlamenten dominiert die SPD. Bei den Landtagswahlen gab es allerdings ein anderes Bild: Hier holt die CDU seit Jahren die meisten Stimmen. Seit 2003 vertritt ihr Abgeordneter Hugo Klein den Wahlkreis im Landtag. Er kandidiert nicht mehr. Neben Klein ist bei der Wahl 2013 auch Christoph Degen über die Landesliste der SPD in den Landtag eingezogen. Degen tritt als bildungspolitischer Sprecher der Fraktion häufig öffentlich in Erscheinung.

Das sind die Direktkandidaten

Insgesamt wollen acht Kandidaten in den Landtag einziehen. Für die CDU tritt nach dem Rückzug Kleins Max Schad an, der einst Büroleiter von Ex- CDU-Generalsekretär Peter Tauber war und seit 2013 das Büro der Bundestagsabgeordneten Katja Leikert leitet. Degen bewirbt sich erneut für die SPD, Alexander Noll erneut für die FDP. Noll war, wie zuletzt Degen, 2009 über die Landesliste seiner Partei in den Landtag eingezogen. Für die Grünen kandidiert Cornelia Hofacker (Langenselbold), für die LINKE Dr. Thomas Maurer (Rodenbach) und Ulrich Langenbach für die AfD. Zum ersten Mal bewirbt sich im Wahlkreis auch für die Freien Wähler ein Kandidat: Christian Clauß aus Bruchköbel. Außerdem kandidiert Dr. Ralf Grünke (Nidderau) für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP).

Weitere Informationen

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Der Wahlkampf im Wahlkreis Main-Kinzig I verläuft sehr ruhig: Wirkliche Reizthemen haben die Kandidaten bislang nicht gefunden. So setzen die Kandidaten auf ihre parteipolitischen Themen aus Bund und Land.

Darüber wird am 28.10. noch entschieden

In Hasselroth und Freigericht werden zeitgleich mit der Landtagswahl neue Bürgermeister gewählt. In Hasselroth tritt Amtsinhaber Uwe Scharf (parteilos) nicht mehr zur Wahl an. Um seine Nachfolge bewerben sich Christian Benzing (SPD), Matthias Pfeifer (Soziale Wählergemeinschaft SWG) und Andreas Wicklein (CDU). Auch in Freigericht tritt der Bürgermeister nicht mehr zur Wahl an: Joachim Lucas (Unabhängige Wählergemeinschaft UWG) räumt nach zwölf Jahren den Chefsessel im Rathaus. Dr. Albrecht Eitz (SPD), Achim Kreis (Grüne) und Carmen Brönner (CDU) wollen ihm nachfolgen.

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