Das Schloss in Babenhausen.

Romantische Täler, sanfte Hügel, fruchtbare Felder: das Dieburger Land, die Umstädter Weininsel und der Vordere Odenwald bieten viel Lebens- und Wohnqualität. Als Autofahrer vergisst man das leicht einmal.

 So lebt man hier

Die Veste Otzberg oder das Schloss Lichtenberg in Fischbachtal sind beliebte Ausflugsziele in der Region. Rund um die größten Städte Dieburg und Groß-Umstadt haben sich aber auch bedeutende Unternehmen angesiedelt, etwa der Motorsägen-Hersteller Stihl, der Schichtstoff-Platten-Produzent Resopal, oder die Haushaltsartikel-Firma Tupperware. Der Wahlkreis umfasst folgende Städte und Gemeinden: Dieburg, Babenhausen, Eppertshausen, Fischbachtal, Groß-Bieberau, Groß-Umstadt, Groß-Zimmern, Münster, Otzberg, Reinheim und Schaafheim.

Das sind die Probleme

Wer östlich von Darmstadt lebt und seinen Arbeitsplatz in der Stadt hat, braucht im Berufsverkehr enorm viel Geduld. Jeden Morgen quält sich eine Blechlawine über die B26 stadteinwärts. Seit der Bau einer Nord-Ost-Umgehung von Darmstadt Geschichte ist, wird nach Alternativen gesucht. Auch der zunehmende Ärztemangel fordert die Kreispolitik seit Jahren. Vor allem im Osten von Darmstadt stehen immer mehr Hausarztpraxen leer, weil Mediziner in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen, aber kein Nachfolger übernimmt. Die Lösung der rot-grünen Kreisspitze: Medizinische Versorgungszentren mit angestellten Haus- und Fachärzten, die es in Ober-Ramstadt und Groß-Umstadt auch bereits gibt.

Das sind die Chancen

Lange hatten Kommunen östlich von Darmstadt einen erheblichen Standortnachteil, weil es dort noch kein schnelles Internet gab. 2014 hat der Kreis deshalb einen Zweckverband für den Breitbandausbau gegründet. Seither wurden rund 280 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Auch ländliche Teile wie das idyllische Fischbachtal oder Modautal verfügen inzwischen über schnelles Internet. Auch das steigert im gesamten Umland die Nachfrage nach Bauplätzen, Häusern und Wohnungen, denn der Darmstädter Immobilienmarkt ist seit Jahren überhitzt, Mieten dort kaum noch bezahlbar.

Das ist die politische Ausgangslage

Bei Landtagswahlen hat sich die Waage im östlichen Teil von Darmstadt-Dieburg meist auf die Seite der Christdemokraten geneigt. Ausnahme 2008: Hessens damalige Umweltministerin Silke Lautenschläger erlebte bei der Wahl ein Debakel, als sie im Rennen um das Direktmandat gegen Sozialdemokrat Patrick Koch – inzwischen Bürgermeister in Pfungstadt - überraschend den Kürzeren zog. Im Jahr darauf konnte Lautenschläger die Scharte aber wieder auswetzen. Für klare Verhältnisse sorgte 2013 dann auch Manfred Pentz, der ein Jahr später dann auch Generalsekretär der Hessen-CDU wurde.

Das sind die Direktkandidaten

Als Siebter auf der CDU-Landesliste wird Manfred Pentz wohl ganz gewiss auch dem künftigen Landtag angehören. Alles andere als ein Direktmandat wäre aber eine herbe Niederlage. Seine wohl größte Widersacherin, SPD-Kandidatin Catrin Geier, ist auf Kreisebene politisch bislang noch nicht groß in Erscheinung getreten. Erfahrung bringt sie unter anderem als ehemalige Büroleiterin der früheren Bundestagsabgeordneten Brigitte Zypries mit. Außerdem nominiert im Wahlkreis 52: Sebastian Stöveken (Bündnis 90/Die Grünen), Petra Mehrlein (Freie Wähler), Tim Dreyer (Die Linke), Prof. Dr. Kay Hamacher (FDP) und Mara Perica (AfD).

Weitere Informationen

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Die Personalie Pentz sticht heraus. Gleich zum Wahlkampfauftakt schaute Parteifreund und Ministerpräsident Volker Bouffier in Groß-Zimmern, der Heimat des CDU-Generalsekretärs, vorbei. Seine Herausforderer setzen verstärkt auf landespolitische Themen, Tim Dreyer (Die Linke) etwa auf Wirtschaft, Bildung und Antirassismus. Catrin Geyer (SPD) nennt als ihr "Herzensthema" ein verlässliches Bildungssystem, das Kindern gute Startchancen gebe. Sebastian Stöveken (Grüne) will das zunehmende Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich bekämpfen. Petra Mehrlein (Freie Wähler) sieht vor allem in den Bereichen Umwelt und Bildung Handlungsbedarf. Kay Hamacher (FDP) würde sich im Landtag unter anderem dafür einsetzen, die Planungsverfahren im Straßen- und Wohnungsbau zu entbürokratisieren. Mara Perica (AfD) wirbt auf ihren Wahlplakaten mit dem Slogan "Wir bauen Brücken" um Wählerstimmen.

Darüber wird am 28.10 noch entschieden

In der Gemeinde Otzberg wird auch ein neuer Bürgermeister gewählt. Neben Amtsinhaber Matthias Weber (parteilos) kandidieren Arno Veit (FDP) und Christian Röwenstrunk von der Piratenpartei.

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