Die Felsburg in Felsberg.

In dem landwirtschaftlich geprägten Wahlkreis profitieren viele längst von großen Unternehmen vor der Haustür - und von der Nähe Kassels. Das schafft auch Probleme.

So lebt man hier

Der Schwalm-Eder-Kreis ist bei den Landtagswahlen in zwei Wahlkreise aufgeteilt. Der Wahlkreis 7 umfasst den nördlichen Teil des Landkreises. Wahlberechtigt sind hier rund 71.500 Menschen. Der nördliche Schwalm-Eder-Kreis ist wirtschaftlich gut erschlossen und profitiert als Speckgürtel vom Oberzentrum Kassel und dem VW-Werk in Baunatal. Aber auch im Landkreis selber gibt es Global-Player wie zum Beispiel B.Braun in Melsungen. Dennoch kommt hier auch die Landwirtschaft nicht zu kurz – Gemeinden wir Felsberg oder Körle sind vielfach noch landwirtschaftlich geprägt. So entsteht ein Mix aus eher urban geprägter und landwirtschaftlich orientierter Gesellschaft.

Das sind die Probleme

Durch die Nähe zum Oberzentrum Kassel wird inzwischen der Wohnraum in den Kommunen knapp und teuer. Städte wie Fritzlar oder Gudensberg expandieren – neues Bauland ist schnell verkauft, freie Wohnungen und Häuser sind oftmals Mangelware. Wie in vielen anderen Regionen ist auch im Wahlkreis 7 die Anbindung an die Datenautobahn in vollem Gange. Dennoch sind noch nicht alle Bewohner ans schnelle Internet angeschlossen.

Das sind die Chancen

Auch im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis müssen sich die Menschen den neuen Gegebenheiten anpassen – müssen neue Möglichkeiten nutzen. Kommunen wie Borken haben sich verändert, in den vergangenen 30 Jahren ist Borken von einer Bergbaustadt zu einem Logistikzentrum geworden. Das ist ein Beispiel für die gute Entwicklung der Region. Durch die A7 und die A49 sind die Kommunen im Wahlkreis 7 gut an das Oberzentrum Kassel angebunden.

Das ist die politische Ausgangslage

Der Wahlkreis 7 war schon immer eine klare SPD-Hochburg. Das Direktmandat geht hier traditionell an den sozialdemokratischen Bewerber. Bei der letzten Landtagswahl setzte sich Günther Rudolph (SPD) deutlich gegen Mark Weinmeister (CDU) durch. Der ist aber ebenfalls in Wiesbaden vertreten – als Staatsekretär für Europaangelegenheiten in der Hessischen Staatskanzlei.


Das sind die Direktkandidaten

  • Günther Rudolph (SPD) – seit 20 Jahren im Landtag, hat seit 1995 jede Direktwahl gewonnen.
  • Mark Weinmeister (CDU) – mit Unterbrechungen seit 1999 Landtagsabgeordneter zur Zeit Staatssekretär für Europaangelegenheiten.
  • Jörg Warlich (B90/Die Grünen) sitzt im Kreistag und ist Stadtverordneter in Niedenstein.
  • Dr. Ralf-Urs Giesen (FDP) Maschinenbauingenieur als Malsfeld.
  • Hans-Joachim Böhme-Gingold (Die Linke) ist Kreisvorsitzender und Fraktionsvorsitzender seiner Partei.
  • Dr. Christoph Pohl (Freie Wähler) kommt aus Fritzlar und sitzt dort im Stadtparlament.
  • Renate Glaser (AfD) ist Mitglied im Kreistag und Ehefrau des AfD-Bundestagsabgeordneten Albrecht Glaser.
Weitere Informationen

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Bisher ist der Wahlkampf nur schleppend in Gang gekommen. Große regionalpolitische Themen fehlen. Die Diskussion um Massentierhaltung ist vor allem rund um Gudensberg seit Jahren ein Thema – hier gibt es einen großen Verarbeiter von Hühnchenprodukten. Die Landwirte in der Region wollen nun mehrere neue Mastställe bauen – das sorgt regional für Konflikte.

Darüber wird am 28.10. noch entschieden

In Melsungen finden Bürgermeisterwahlen statt.

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