Die Kapelle Schönberg bei Schrecksbach.
Die Kapelle Schönberg bei Schrecksbach. Bild © picture-alliance/dpa

Mittelgebirge wie der Knüll und Flusslandschaften wie das Schwalmtal machen den Wahlkreis schön. Aber wirtschaftlich ist Luft nach oben. Die Region lebt vor allem vom Tourismus.

So lebt man hier

Der Wahlkreis 8 umfasst den südlichen Teil des Schwalm-Eder-Kreises. Wahlberechtigt sind hier rund 74.000 Menschen in 15 Kommunen. Geprägt ist der Kreis durch markante Mittelgebirge wie den Knüll aber auch durch sanfte Flusslandschaften, wie die Region rund um das Flüsschen Schwalm. Wirtschaftlich ist der südliche Landkreis eher ländlich geprägt mit allen Problemen des demographischen Wandels. Die Region lebt vor allem vom Tourismus und bildet das Zentrum des Rotkäppchenlandes. Zum Wahlkreis gehört die Kreisstadt Homberg/Efze und die größte Kommune im Kreis Schwalmstadt.

Das sind die Probleme

Dieses wirtschaftliche Gefälle ist die große Herausforderung des südlichen Kreisgebietes. Während es im Norden brummt, Bauplätze auch in den kleinen Kommunen knapp und Bauland teuer ist, hat der südliche Schwalm-Eder-Kreis mit dem demographischen Wandel, Wegzug junger Menschen, Leerstand in den Dörfern und Städten und Abbau von Arbeitsplätzen zu kämpfen. Auch die Anbindung der Orte an das schnelle Internet ist nach wie vor ein großes Thema.

Das sind die Chancen

Dass nach Jahrzehnten des Stillstandes nun endlich die A49 weitergebaut wird und bis 2025 an die A5 bei Gemünden angeschlossen werden soll, gibt dem südlichen Schwalm-Eder-Kreis einen erheblichen Schub. Durch die Ansiedlung neuer Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen erwarten vor allem die Kommunen entlang der Autobahn (Neuental, Jesberg, Schwalmstadt) einen wirtschaftlichen Schub. Der Tourismus und die Landwirtschaft sind aber nach wie vor wichtige Wirtschaftsfaktoren der Region. Nicht umsonst spricht man von der „Kornkammer Schwalm“.

Das ist die politische Ausgangslage

Auch im südlichen Schwalm-Eder-Kreis ist die SPD traditionell die stärkste Kraft. Regine Müller von der SPD hat vor fünf Jahren hier das Direktmandat vor Matthias Wettlaufer von der CDU geholt. Alle anderen Kandidaten waren weit abgeschlagen.

Das sind die Direktkandidaten


  • Regine Müller (SPD) kommt aus Schwalmstadt, ist 58 Jahre und Erzieherin und hat vor fünf Jahren das Direktmandat gewonnen.
  • Matthias Wettlaufer (CDU) arbeitet beim Regierungspräsidium in Gießen und ist seit 2001 in der Gemeindevertretung seiner Heimatgemeinde Ottrau aktiv.
  • Marcel Breidenstein (B90/Die Grünen) ist Mitglied im Kreistag und im Stadtparlament in Gudensberg.
  • Wiebke Knell (FDP) ist bereits Landtagsabgeordnete für die Liberalen und Fraktionsvorsitzende der FDP im Kreistag des Schwalm-Eder-Kreises
  • Heidemarie Scheuch-Paschkewitz (Die Linke) ist seit 2009 politisch aktiv und war lange in der Erwachsenenbildung tätig.
  • Engin Eroglu geht für die Freien Wähler an den Start. Er ist der Landesvorsitzende der Freien Wähler Hessen und deren Spitzenkandidat.
  • Peter Völker kandidiert für die AfD im Wahlkreis 8.
Weitere Informationen

Die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises im hr-Kandidatencheck

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Darum geht es im Wahlkampf

Die Anbindung an das schnelle Internet beschäftigt die Politiker in den meisten kleineren Kommunen im südlichen Kreisgebiet. Auch der Hausärztemangel oder der demographische Wandel mit Wohngebäudeleerstand in den Dörfern des südlichen Landkreises sind immer wieder Thema. Die Förderung des Tourismus und vor allem der Schwerpunkt E-Mobilität im Rotkäppchenland sind weitere Schwerpunkte, an denen in der Region bereits seit Jahren gearbeitet wird.

Darüber wird am 28.10. noch entschieden

In Gilserberg finden am 28.10. Bürgermeisterwahlen statt.

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