Jeder wahlberechtigte Frankfurter darf bei der Oberbürgermeisterwahl am 25. Februar ein Kreuz setzen. Nur: Wie läuft die Briefwahl und wann wird bekannt, wer gewonnen hat? Fragen und Antworten zur OB-Wahl im Überblick.

Wann wird gewählt?

Der Frankfurter Oberbürgermeister wird am Sonntag, den 25. Februar gewählt. Nach sechs Jahren im Amt könnte der amtierende OB Peter Feldmann (SPD) abgelöst werden - oder er wird von den Wählern im Amt bestätigt.

Sollte kein Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen bekommen, werden die zwei stärksten Kandidaten zwei Wochen später zur Stichwahl antreten - am 11. März. Dann müssten die Wähler noch mal an die Urnen.

Wie wird gewählt?

Bei dieser Wahl wird nur der Oberbürgermeister gewählt. Im Unterschied etwa zur Kommunalwahl, kann der Wähler nur ein Kreuz vergeben - an den Kandidaten seiner Wahl. Auf dem Stimmzettel stehen alle zwölf Kandidaten untereinander. Sollte jemand mehrere Kreuze setzen, oder etwas auf den Wahlzettel schreiben, gilt die Stimme als ungültig.

FAQ Ob-Wahl
Zwölf Kandidaten, nur ein Kreuz - der Stimmzettel zur OB-Wahl. Bild © hessenschau.de

Wer kandidiert?

Zwölf Kandidaten haben sich zur Wahl gestellt. Zu den aussichtsreichen gehören Amtsinhaber Peter Feldmann (SPD) sowie die Herausforderer Bernadette Weyland (CDU), Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne), Janine Wissler (Linke) und Volker Stein (unabhängig). Wir haben die Oberbürgermeister-Kandidaten und Kandidatinnen zu Video-Interviews getroffen.

Für wie lange bleibt der Oberbürgermeister im Amt?

Der Oberbürgermeister wird für sechs Jahre gewählt. Er kann sich beliebig oft zur Wahl stellen. Der amtierende OB Peter Feldmann (SPD) trat 2012 sein Amt an, seine Vorgängerin Petra Roth (CDU) hatte ihr Amt ein Jahr vor dem regulären Ende abgegeben. Sie war von 1995 bis 2012 Frankfurter Oberbürgermeisterin.

Was sind die Aufgaben des Oberbürgermeisters?

Der Oberbürgemeister ist der Sprecher des Magistrats, der Stadtregierung. Gegenüber dem Magistrat gilt als "Erster unter Gleichen". Das heißt, die Stadträte, die den Magistrat bilden, sollen mit dem Oberbürgermeister auf Augenhöhe stehen. Der Oberbürgermeister hat insofern eine hervorgehobene Stellung, als er etwa die Magistratssitzungen leitet und stärker in der Öffentlichkeit steht. Außerdem bestimmt er den inhaltlichen Zuschnitt der Dezernate.

Grafik: Die Stellung des Oberbürgermeisters
Was macht der Oberbürgermeister? Die Stellung des Stadt-Oberhauptes in Frankfurt Bild © hessenschau.de

Das Wirken des Oberbürgermeisters ist immer auch von der Zusammensetzung des Magistrats abhängig. Derzeit sind im Magistrat SPD, CDU und Grüne vertreten. Die neun hauptamtlichen Mitglieder verantworten jeweils ein Dezernat, hinzu kommen 14 ehrenamtliche Stadträte und der Oberbürgermeister. Einer der hauptamtlichen Stadträte nimmt zudem das Amt des Bürgermeisters wahr, zurzeit ist es Kämmerer Uwe Becker (CDU).

Wer darf wählen gehen?

So viele Frankfurter wie noch nie dürfen am Wahlsonntag an die Urnen: 511.000 Frankfurter sind bei der Direktwahl wahlberechtigt. Wählen darf, wer seit mindestens drei Monaten in Frankfurt seinen Hauptwohnsitz hat, die deutsche Staatsbürgerschaft oder die eines Mitgliedstaats der EU besitzt und mindestens 18 Jahre alt ist.

Im Vergleich zur Kommunalwahl 2016 gibt es nochmal 1,7 Prozent mehr Wahlberechtigte und 9,9 Prozent mehr als bei der vergangenen Direktwahl des Oberbürgermeisters im Jahr 2012. Grund für den Anstieg ist auch das Wachsen der Einwohnerzahl. Unter den Wahlberechtigten sind Frauen mit 50,9 Prozent knapp in der Überzahl.

Wo kann ich wählen?

376 Frankfurter Wahllokale sind am 25. Februar und bei einer möglichen Stichwahl am 11. März 2018 von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Auf der Wahlbenachrichtigung ist das jeweilige Wahllokal verzeichnet. Wer noch keine Wahlberechtigung in der Post hatte, sollte sich rechtzeitig danach erkundigen. Rund 4.000 erhrenamtliche Wahlhelfer werden im Einsatz sein.

Kann ich auch per Briefwahl wählen?

Ja, seit dem 15. Januar ist es möglich, per Briefwahl zu wählen. Wer am Wahltag nicht in der Stadt ist oder nicht in ein Wahllokal gehen kann, kann so auch jetzt schon seine Stimme abgeben.

Es gibt dazu außerdem zwei Briefwahllokale in Frankfurt, wo Wahlberechtigte noch bis zum 23. Februar um 13 Uhr ihr Kreuzchen setzen können. Dazu müssen Wähler in das Wahlamt auf der Zeil (Adresse: Zeil 3, 60313 Frankfurt) oder in das Bürgeramt Frankfurt-Höchst in der Dalbergstraße 14.

Wann wird das (amtliche) Endergebnis bekannt sein?

Am Sonntag den 25. Februar schließen um 18 Uhr die Wahllokale, das vorläufige Endergebnis wird voraussichtlich zwischen 20 und 21 Uhr verkündet. Das endgültige Ergebnis der Direktwahl wird der Wahlausschuss am Mittwoch, den 28. Februar feststellen.

Auf hessenschau.de können Sie sich am Wahlabend live informieren, wie die einzelnen Stadtteile abgestimmt haben, wer als Oberbürgermeister in den Römer zieht - oder, wer sich in einer möglichen Stichwahl gegenüber steht.

Wie ging die letzte Wahl aus?

Zehn Kandidaten wollten im Jahr 2012 Oberbürgermeister werden. Am Schluss siegte Peter Feldmann (SPD) am 25. März 2012 in der Stichwahl gegen seinen Konkurrenten Boris Rhein (CDU). Feldmann erhielt 57,4 Prozent der Stimmen, Rhein 42,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl lag bei 35,1 Prozent.