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Audioseite Stichwahl: Wer wird der neue Landrat im Kreis Offenbach?

Portraits der Kandidat Müller und Quilling neben einer Hessenkarte mit Lokaliserung des Landkreises Offenbach.

Im ersten Wahlgang konnte Amtsinhaber Quilling von der CDU die Wählerinnen und Wähler mit deutlichem Stimmenvorsprung von sich überzeugen. Sein SPD-Rivale Müller hofft in der Stichwahl auf eine Überraschung.

Zwei Wochen nach der Bundestags- und damit auch nach der Landratswahl geht es im Kreis Offenbach für die verbliebenen beiden Kandidaten in die Stichwahl: Am Sonntag entscheidet sich, ob der CDU-Politiker und Amtsinhaber Oliver Quilling wiedergewählt wird oder, ob sein Dauerrivale Carsten Müller von der SPD die Wahl noch für sich entscheiden kann.

Quilling hatte die erneute Wiederwahl als Landrat im ersten Wahlgang mit 49,6 Prozent nur knapp verpasst. Nötig gewesen wäre die absolute Mehrheit, also 50 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Sein Herausforderer Carsten Müller konnte deutlich weniger Bürger und Bürgerinnen von sich überzeugen - auf ihn fielen 27,6 Prozent der Stimmen.

Der dritte Kandidat Robert Müller von den Grünen, der gemeinsam mit Quilling und seinem Namensvetter Carsten Müller (SPD) vor sechs Jahren schon einmal zur Wahl gestanden hatte, war mit 22,8 Prozent ausgeschieden.

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"Gute Ausgangsposition" vs. "Karten werden neu gemischt"

Am Abend des ersten Wahlgangs machte sich Müller trotz des Rückstands Hoffnung auf einen Überraschungssieg. Er sagte im hr-fernsehen, die Karten würden in der Stichwahl neu gemischt. Der amtierende Landrat Quilling wertete seinen großen Stimmenvorsprung hingegen als "gute Ausgangsposition".

2009 stellte die CDU Quilling erstmals als Kandidaten für die Landratswahl im Kreis Offenbach auf. Seit März 2010 ist Quilling dort Landrat. Er gilt als besonnener Sachpolitiker und fähiger Manager mit einem gutem Gespür für die Belange der Bürgerschaft.

Abseits des Wahlkampfs arbeiten Quilling und sein Herausforderer Carsten Müller seit Jahren eng zusammen. 2005 wurde Müller erstmals zum Kreisbeigeordneten gewählt, seit 2010 wacht er zudem als Kämmerer über die Finanzen des Kreises.

Drei Bürgermeister-Stichwahlen

Stichwahlen stehen am Sonntag außerdem in Bad Orb (Main-Kinzig), Büdingen (Wetterau) und Neu-Isenburg (Offenbach) um das Amt des Bürgermeisters an. In Bad Orb möchte sich Tobias Weisbecker (CDU) gegen seinen Rivalen und Amtsinhaber Roland Weiß (unabhängig) durchsetzen.

In Büdingen schafften es Benjamin Harris (CDU) mit 43,5 Prozent und Ulrich Majunke (unabhängig) mit 28,2 Prozent der Stimmen in die nächste Runde. In Neu-Isenburg können sich die Wählerinnen und Wähler noch zwischen Stefan Schmitt (CDU) und Dirk Gene Hagelstein (SPD) entscheiden. Der amtierende Bürgermeister Herbert Hunkel (unabhängig) hatte auf eine weitere Kandidatur verzichtet.

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