Eine Hessenkarte mit dem Kreis Werra-Meißner eingefärbt. Daneben Portraits von Friedel Lenze und Nicole Rathgeber.

Die neue Landrätin oder der neue Landrat des Werra-Meißner-Kreises wird in einer Stichwahl in zwei Wochen entschieden. Beim ersten Wahlgang setzten sich Friedel Lenze (SPD) und Nicole Rathgeber (Freie Wähler) durch.

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hessenschau vom 24.10.2021
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Ob der Werra-Meißner-Kreis eine neue Landrätin oder einen neuen Landrat bekommt, entscheidet sich in zwei Wochen: Keiner der vier Bewerber erreichte am Sonntag bei der Direktwahl eine absolute Mehrheit.

In die Stichwahl am 7. November gehen der SPD-Politiker Friedel Lenze und Nicole Rathgeber von den Freien Wählern. Lenze erhielt im ersten Wahlgang 41,6 Prozent der Wählerstimmen, Rathgeber 29,7 Prozent.

Der Drittplatzierte Frank Hix (CDU) kam auf 20,6 Prozent, der parteilose Daniel Herz wurde mit 8,2 Prozent Vierter. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,2 Prozent.

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Bürgermeister gegen Ortsvorsteherin

SPD-Kandidat Lenze äußerte sich am Sonntagabend in der hessenschau "sehr zufrieden" über sein Ergebnis. Er habe mit dem ersten Platz sein Etappenziel erreicht. Lenze ist seit fast 25 Jahren Bürgermeister der 1.400-Einwohner-Gemeinde Berkatal. Seit über zehn Jahren gehört er dem Kreistag an, dem er aktuell auch vorsitzt. Außerdem ist der 53-Jährige Sprecher der Bürgermeister im Landkreis.

Die Herausforderin Rathgeber sagte, sie freue sich, dass die Wählerinnen und Wähler hinter ihr gestanden hätten. Die 38-Jährige wurde in diesem Jahr Ortsvorsteherin in ihrem Wohnort Meinhard-Grebendorf (1.700 Einwohner). Im Hauptberuf arbeitet sie als Teamleiterin der Akademiker- und Studierenden-Beratung in der Agentur für Arbeit in Kassel. Dort habe sie Verwaltung von der Pike auf gelernt, sagte sie.

Landrat Reuß zurückgetreten

Der bisherige Landrat, Stefan Reuß von der SPD, hatte im Juli überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Zum Jahreswechsel gibt er sein Amt ab und wird Präsident des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen.

Reuß galt im Kreis als sehr beliebt. 2017 wurde er mit fast 84 Prozent als einziger Kandidat wiedergewählt. Aber mit 50 Jahren wolle er etwas Neues anfangen, sagte er.

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