Portrait der Kandidaten Becher und Wright neben einer Hessenkarte mit Ortspunkt der Stadt Gießen.

Dreikampf bis nach Mitternacht: Die Oberbürgermeisterwahl in Gießen geht in vier Wochen in die Verlängerung. In der ersten Runde setzten sich Alexander Wright (Grüne) und Frank-Tilo Becher (SPD) durch. Dem Sohn des Ministerpräsidenten blieb nur Platz drei.

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Bundestagswahl, Landratswahl und Oberbürgermeisterwahl - die Einwohnerinnen und Einwohner von Gießen waren am Sonntag gleich dreifach zum Wählen aufgerufen. Die Oberbürgermeister-Kandidaten mussten daher lange warten, bis die Entscheidung weit nach Mitternacht feststand.

Dabei setzten sich Alexander Wright (Grüne) mit 30,7 Prozent und Frank-Tilo Becher (SPD) mit 30,3 Prozent hauchdünn durch. Für Frederik Bouffier (CDU) blieb nur der undankbare dritte Platz (29,5 Prozent) - mit 314 Stimmen weniger als der zweitplatzierte Becher. Der 30 Jahre alte Sohn des Ministerpräsidenten Volker Bouffier lag lange Zeit unter den Top 2, beim Auszählen der letzten Wahlbezirke konnte aber vor allem Wright zulegen und an die Spitze ziehen.

Die Kandidaten für die Stichwahl:

  • Alexander Wright (Grüne): Der 34-Jährige arbeitet als Berufsschullehrer im benachbarten Wetzlar. Außerdem ist er Fraktionsvorsitzender der Gießener Grünen.
  • Frank-Tilo Becher (SPD): Der 58-Jährige ist eigentlich Pfarrer. 2018 wurde er dann in den Landtag gewählt.
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Zur OB-Wahl in der Universitätsstadt waren fünf Kandidaten angetreten. Neben Wright, Becher und Bouffier hatten sich Marco Rasch (Die Partei) und Thomas Dombrowski (unabhängig) zur Wahl gestellt. Im Januar hatte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) überraschend angekündigt, dass sie ihren Posten nach zwei Amtszeiten nicht mehr verteidigen will. Ihr fehle es an der "Motivation und frischer Begeisterungsfähigkeit" für weitere sechs Jahre, sagte die 64-Jährige. Grabe-Bolz war die erste Oberbürgermeisterin in Gießen.

Sendung: hr-fernsehen, #hrWahl – Hessen hat gewählt, 26.09.2021, 20.15 Uhr