Briefwahl

Alexander Wirth bleibt Bürgermeister von Wildeck. Er ist der erste hessische Rathauschef, der nur per Briefwahl gewählt wurden. Spätere Direktwahlen im ganzen Bundesland sind verschoben worden.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bürgermeister Wirth per Briefwahl im Amt bestätigt

Alexander Wirth
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In der Not geht es auch per Briefwahl: Alexander Wirth (parteilos) ist am Sonntag als Bürgermeister von Wildeck (Hersfeld-Rotenburg) wiedergewählt worden. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Der 50-Jährige erhielt 92,5 Prozent der Stimmen und kann demnächst seine zweite Amtszeit beginnen.

Besondere Zeiten erfordern auch in der Demokratie besondere Maßnahmen: Der Landkreis hatte entschieden, dass alle Wahllokale geschlossen bleiben. Das Ergebnis kam also rein durch Briefwahl zustande, um Menschen-Ansammlungen und Ansteckungen zu vermeiden.

Wahlberechtigt waren mehr als 4.100 Bürger, und die beteiligten sich trotz Corona zu rund 60 Prozent an der Wahl. Nach Angaben der Gemeinde war das eine durchschnittliche Quote. Die Auszählung habe wegen des Öffnens der vielen Kuverts länger als üblich gedauert.

49 Direktwahlen wegen Corona verschoben

"Die Durchführung einer Hauptwahl ausschließlich als Briefwahl hat es bisher in Hessen nach unserer Kenntnis noch nicht gegeben", hatte ein Sprecher des Innenministeriums erklärt. Da die Wahlvorbereitungen weit fortgeschritten gewesen waren, habe man sich dazu entschieden, die Wahl durchzuziehen und nicht zu verschieben - auch aus rechtlichen Gründen.

Am Dienstag hatte der Landtag beschlossen, dass Bürgermeister-Direktwahlen in 49 Kommunen verlegt werden. Die für den Zeitraum vom 26. April bis 25. Oktober vorgesehenen Wahlen werden frühestens ab dem 1. November stattfinden.

Sendung: hr-iNFO, 29.03.2020, 20.00 Uhr