Linken-Fraktionsvorsitzende Janine Wissler spricht sich für eine mögliche Enteignung bestimmter Unternehmen aus - etwa Immobilienkonzerne, private Krankenhäuser oder Energiefirmen.

"In Fällen wie dem Immobilienkonzern Vonovia halte ich Enteignungen für richtig", sagte Wissler der Zeitung Die Welt am Sonntag. Denn viele Menschen litten unter steigenden Mieten und dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum.

Für eine demokratische Gesellschaft, in der alle Menschen eine materielle Absicherung haben, müssten die Eigentumsverhältnisse verändert werden. Ein solcher Schritt sei auch bei Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs, Krankenhäusern und Energiekonzernen wie RWE denkbar.

Wissler will zusammen mit Thüringens Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow Bundesvorsitzende ihrer Partei werden. Die bisherigen Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger treten beim Parteitag in Erfurt Ende Oktober nicht wieder für dieses Amt an. Wissler hatte sich im Zusammenhang mit ihrer Kandidatur auch vom trotzkistischen Netzwerk Marx21 distanziert.