Szene aus Skyliners Frankfurt Gießen 46ers

Die Basketball-Saison 2019/2020 wird mit zehn Teams beendet - mit den Skyliners Frankfurt, ohne die Gießen 46ers. Zu diesem Ergebnis kamen die Klubs nach einer fast fünfstündigen Videokonferenz.

Die Basketball Bundesliga (BBL) gibt nicht auf und will ihren Corona-Meister im verkleinerten Turnierformat küren. Wie die BBL am Montag nach einer Videokonferenz mitteilte, soll die Saison trotz der Pandemie mit nur noch zehn der 17 Teams fortgesetzt werden. Die Skyliners Frankfurt sind mit dabei, die Gießen 46ers haben sich für ein vorzeitiges Saisonende entschieden.

Gemeinsam mit neun anderen Mannschaften - Bayern München, Ludwigsburg, Alba Berlin, Crailsheim, Vechta, Oldenburg, Bamberg, Göttingen und Ulm - wollen die Frankfurter an Geisterspielen in zwei Fünfergruppen teilnehmen. Im Anschluss sind Viertelfinals, Halbfinals und Finale an einem noch zu bestimmenden Ort geplant. Die anderen Teams werden in der Abschlusstabelle dahinter platziert - der Abstieg aber entfällt.

"Gesellschaftliche, wirtschaftliche und sportliche Gründe"

"Wir als Gießen 46ers haben uns dazu entschieden, nicht weiter am freiwilligen Spielbetrieb teilzunehmen. Gesellschaftliche, wirtschaftliche und sportliche Gründe haben hierzu den Ausschlag gegeben", so 46ers-Geschäftsführer Michael Koch in einer Pressemeldung des Vereins. Im sportlichen Bereich bestehe der Anspruch, ein Team aufzustellen, das in einer gewissen Art und Weise wettbewerbsfähig sein solle. "Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation sowie den gesundheitlichen Beschränkungen ist dieses Szenario für uns nicht zu erfüllen."

Auf Seiten der Skyliners heißt es von Geschäftsführender Gunnar Wöbke: "Ich bin sehr froh über die Entscheidung, dass wir weiterspielen werden." Als Sportart und Liga habe man nun "eine große Chance uns der gesamten Sportwelt zu präsentieren, den Menschen zu Hause ein wenig Abwechslung und spannende Spiele zu bieten und so neue Basketball-Fans zu gewinnen".

Turnier soll rund drei Wochen dauern

Im Gegensatz zur BBL hatten sich die Deutsche Eishockey Liga (DEL), die Volleyball-Bundesliga (VBL) und die Handball-Bundesliga (HBL) gegen Partien ohne Zuschauer entschieden und die Saison abgebrochen. Die Fußball-Bundesliga hofft, im Mai wieder spielen zu können. 

BBL-Chef Stefan Holz hatte vor der Sitzung gesagt, dass spätestens zwischen dem 6. und 8. Juni Spiele angepfiffen werden müssen, um ein zählbares Ergebnis erreichen zu können. "Diese Turnierform wird sich auf ca. 3 Wochen verteilen. Vorab werden entsprechend Vorbereitungs- und Trainingszeiten einkalkuliert", heißt es nun im offiziellen BBL-Statement.