Die Fans der Gießen 46ers können sich trotz des sportlichen Abstiegs Hoffnung auf Bundesliga-Basketball in der kommenden Saison machen. Wie die 46ers am Freitag bekannt gaben, wird sich der Club auf die Wildcard bewerben.

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46ers Bryant
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Leere Ränge, andauernde Verletzungssorgen, am Ende der Abstieg: Es war eine Saison zum Vergessen für die Gießen 46ers. Die nun über Umwege aber doch noch zu einem versöhnlichen Ende kommen könnte. Wie die Hessen am Freitag bekannt gaben, bewerben sie sich auf die Wildcard für den offenen Bundesliga-Startplatz für die kommende Saison.

"Die Gesellschafter der 46ers stellen für die Teilnahme am Wildcard-Verfahren zusätzliche 700.000€ zur Verfügung. Das ist ein ganz starkes Zeichen der Solidarität an unsere Fans, unsere Sponsoren und die Region", so Stephan Dehler, der geschäftsführende Gesellschafter der Hessen. "Nach intensiven Gesprächen war klar: Wir wollen die Wildcard und deshalb haben wir uns für diese Bewerbung um die Wildcard ausgesprochen, da die innerhalb weniger Stunden zugesagten Gelder den Gesamtetat nicht belasten werden. Als Traditionsstandort und Gründungsmitglied der BBL wollen wir auch weiterhin in der ersten Liga mitspielen."

Kommt sogar eine zweite Wildcard?

Der Starplatz ist offen, weil der sportliche Aufsteiger aus Leverkusen keine Lizenz beantragt hat. Auch Gießens Mit-Absteiger Vechta bewirbt sich auf die Wildcard. Die Clubs der BBL hatten sich zuvor auf ein angepasstes Verfahren für die Spielzeit 2021/22 geeinigt, das die Wildcard-Gebühr von 700.000 Euro auf zwei gleiche Teile von je 350.000 Euro auf zwei Jahre streckt. Mit der Besonderheit, dass die zweite Tranche nur im Falle des Klassenerhalts fällig wird und somit das finanzielle Risiko sinkt.

Über das Teilnahmerecht entscheidet die Gesellschafterversammlung der BBL GmbH. Auch im Falle des potentiellen Aufsteigers Academics Heidelberg muss noch Klarheit geschaffen werden. Der Club hatten die Lizenz verknüpft mit einer auflösenden Bedingung erhalten. Sollte diese nicht erfüllt werden, könnte am 30. Juni 2021 ein zweites Wildcard-Verfahren eingeleitet werden.