Wie geht es mit der Basketball-Saison weiter? Michael Koch, Geschäftsführer der Gießen 46ers, macht Druck und steht den Gedankenspielen der Liga skeptisch gegenüber.

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Noch ist unklar, was mit der seit Mitte März aufgrund des neuartigen Coronavirus unterbrochenen Saison der Basketball-Bundesliga (BBL) passiert. Michael Koch, Geschäftsführer der Gießen 46ers, pocht nun auf eine Entscheidung bis Ende April.

46ers brauchen finanzielle Klarheit

Noch in diesem Monat soll es eine Sitzung der BBL geben. Koch geht von zwei Szenarien aus: "Das eine ist der Abbruch der Saison. Oder eine Weiterführung der Saison – unter welchen Umständen auch immer." Aber: "Ich glaube nicht, dass noch einmal geschoben wird. Das wäre das Allerschlimmste, was uns passieren könnte."

Denn die Mittelhessen müssen finanzielle Klarheit schaffen: "Wie geht es weiter? Welche Möglichkeiten gibt es für uns? Wie gehen wir mit Dauerkarteninhabern, VIP-Karten-Inhabern und Sponsoren um? Da möchten wir proaktiv auf die Menschen zugehen", erklärt Koch.

"Keine gleichen Bedingungen" bei Geisterspielen

Zuletzt hatte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz Geisterspiele an einigen wenigen Orten ins Gespräch gebracht, um die Saison zu Ende zu bringen. Koch ist skeptisch: "Ich sehe das Ganze sehr, sehr kritisch. Auch dort haben wir wieder keine gleichen Bedingungen. Eine Mannschaft spielt in ihrer eigenen Halle, aber die anderen Mannschaften müssen anreisen. Es sind viele Umstände, die dagegen und nicht dafür sprechen." Sollte dennoch weitergespielt werden, wäre Kochs Plädoyer: keine festen Absteiger in dieser Saison.

Bei Spielen ohne Zuschauer gingen den 46ers zudem pro Partie mehrere tausend Euro verloren. "Wenn das wegbricht, ist das für uns eine enorme Schwächung, die wir nicht über eine gesamte Saison hinweg durchhalten können", so Koch, der die Hoffnung hat, nach Auslaufen des Verbots von Großveranstaltungen im September wieder Spiele vor Zuschauern austragen zu können: "Wir sind eine Hallensportart, die von Entertainment, von Enthusiasmus lebt. Ohne das macht es auch keinen Spaß."