Trainer Ingo Freyer erlebt mit den Gießen 46ers einen Höhenflug.
Trainer Ingo Freyer erlebt mit den Gießen 46ers einen Höhenflug. Bild © Imago

Die Gießen 46ers haben einen Topstart in die neue Basketball-Bundesliga-Saison hingelegt. Trainer Ingo Freyer ordnet den Höhenflug ein und erklärt, worauf es in den Duellen gegen die Favoriten ankommt.

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46ers-Head-Coach Ingo Freyer

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Freyer: "Mit der Erfahrung sind wir besser aufgestellt"

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Der Saisonstart der Gießen 46ers lädt zum Träumen ein: Von sechs Partien konnten die Mittelhessen fünf gewinnen, nur gegen Bremerhaven gab es eine knappe Heimniederlage. Doch Trainer Ingo Freyer drückte im Gespräch mit dem hr-sport trotz Platz drei auf die Euphoriebremse: "Dass es so gut läuft, ist eine Momentaufnahme. Wir müssen jetzt nicht alles in den Himmel loben, nur weil wir ein paar Spiele gewonnen haben."

Die Partie beim Spitzenclub Bamberg am Sonntag (15 Uhr) bewertet der 47-Jährige trotz Punktgleichheit deshalb auch nicht als Duell auf Augenhöhe: "Sie sind uns vom Etat noch um Längen und Klassen voraus."

46ers haben sich geschickt verstärkt

Chancenlos sehen sich die Gießener aber nicht: "Wir versuchen, uns optimal vorzubereiten und die kleine Chance, die sich bietet, zu nutzen." Den 46ers ist es in der Sommerpause offenbar gelungen, die Lücke zu den Topteams kleiner werden zu lassen. Die Mittelhessen verstärkten sich geschickt, verpflichteten erfahrene Akteure und gaben den jüngeren Spielern im Kader dadurch den nötigen Halt.

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46ers-Coach Ingo Freyer konnte mit seinem Team zufrieden sein.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Freyer: "Jeder ist in der Lage, Punkte zu machen"

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"Im Jahr davor haben wir vor allem Spieler geholt, die in unteren Ligen im Ausland sehr stark waren. Aber die Bundesliga ist nochmal etwas anderes", blickte Freyer zurück. In diesem Jahr stimme die Mixtur: "Wir sind mit dieser Erfahrung besser aufgestellt und unsere jungen Spieler sind in ihrer Entwicklung sehr viel weiter."

Freyer lobt das Kollektiv...

Neben dem überragenden Center John Bryant, der mit durchschnittlich 18,3 Punkten pro Spiel zu den Topscorern der Bundesliga gehört, trumpften in engen Begegnungen immer wieder andere Spieler auf: "Wir sind sehr breit aufgestellt. Jeder bei uns ist in der Lage, Punkte zu machen", sagte der Trainer. Vor allem die Partie bei Ulm, als Gießen in allerletzter Sekunde den Siegtreffer zum 92:91 warf, habe weiter geholfen.

"Das ist ein langer Prozess", erklärte Freyer. "Man muss den Spielern einimpfen, dass sie an sich selbst Glauben. Da braucht man Gelegenheiten wie in Ulm und auch das nötige Glück dazu, dass man so ein Spiel tatsächlich noch gewinnt."

... und hebt den Faktor Konzentration hervor

Mit Blick auf die kernigen Aufgaben in den kommenden Wochen - nach der Partie in Bamberg folgen das Derby gegen die Frankfurt Skyliners und die Reise zum Spitzenreiter FC Bayern München - rückt der Coach vor allem das Thema "Konzentration" in den Mittelpunkt. Dabei geht es ihm aber nicht nur ums Ergebnis, sondern vor allem um die Leistung, erklärt er.

"Wenn wir die gesamte Strecke über mit Mannschaften wie Bamberg oder München mit- und die Konzentration über 40 Minuten hochhalten können, dann haben wir erfolgreich bestanden." Hier könne das Team die Erfahrung sammeln, die im Anschluss daran für die "Spiele auf Augenhöhe" wichtig sind - und somit den Grundstein dafür legen, am Ende die Playoffs zu erreichen.

Sendehinweis: heimspiel! bundesliga, 11.11.2018, 22.05 Uhr