Crunch Time für die Gießen 46ers: Der Basketball-Traditionsclub aus Mittelhessen braucht vier Siege in den letzten vier Spielen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Der erste Schritt zum Wunder soll am Freitag gelingen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die Gießen 46ers kämpfen um den Klassenerhalt

Diante Garrett von den Gießen 46ers
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Den Gießen 46ers stehen harte Tage bevor. Um auch im nächsten Jahr wieder im deutschen Basketball-Oberhaus zu spielen, müssen die Mittelhessen die letzten vier Saisonspiele allesamt gewinnen – und auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Eine schier unlösbare Aufgabe, doch Sportdirektor Michael Koch will die Hoffnung nicht aufgeben. "Auch in unserer momentanen Situation geht es darum, weiterhin als Team und Einheit aufzutreten. Niemand kann voraussehen, was am Ende dieser Saison noch alles passiert."

Die direkten Kontrahenten aus Würzburg und vom Mitteldeutschen BC haben aktuell beide sechs Punkte mehr auf dem Konto. Schon bei einer Niederlage am Freitag (20.30 Uhr) bei den Chemnitz 99ers könnte alles vorbei und der Abstieg besiegelt sein.

Hoffnung nicht aufgeben

Eigentlich sind die Gießener ein echtes BBL-Urgestein. Bis zum Abstieg in der Saison 2012/13 spielten die 46ers 46 Jahre ununterbrochen in der ersten Liga. 2016 folgte der Wiederaufstieg, in den Jahren danach stabilisierten sich die Mittelhessen. Doch seit der Unterbrechung der Liga im März ging es steil bergab. Keine Siege mehr und der Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz.

Vier machbare Aufgaben?

Nun braucht es also ein echtes Wunder. Hoffnung macht Kapitän Brandon Thomas dabei, dass sich die Gießener zuletzt stabiler präsentiert haben. "Abgesehen vom Spiel gegen Ulm haben wir in letzter Zeit konsequenter gespielt. Anscheinend ist der Fluch des dritten Viertels gelöst."

Die Gegner in den verbleibenden Spielen sind zumindest schlagbar. Mit Chemnitz, Vechta und Braunschweig treffen die Mittelhessen auf drei Clubs aus der unteren Tabellenhälfte. Dazu kommt noch Bamberg, doch beim ehemaligen Serienmeister ist der Name derzeit klangvoller als die Leistung.

Personalsorgen bei den 46ers

Das Wunder – es ist also nicht völlig ausgeschlossen, wären da nicht auch noch die Personalsorgen. Mit Brandon Bowman und dem jungen Bjarne Kraushaar drohen zwei wichtige Spieler auszufallen, ohne die die Herkulesaufgabe noch schwieriger zu bewältigen sein dürfte.

Wenigstens mit Blick auf die Zukunft haben die Mittelhessen ihre Personalien sortiert. Sebastian Schmidt wird neuer starker Mann in der Sporthalle Ost. Er übernimmt nächste Saison sowohl die Position des Sportdirektors als auch die des Geschäftsführers übernehmen. Wahrscheinlich in der 2. Liga – denn trotz aller Hoffnungen sind Wunder eher selten.