46ers-Sportdirektor Mike Koch

Das kam unerwartet: Die Gießen 46ers werden den auslaufenden Vertrag mit Sportdirektor Michael Koch nicht verlängern. Mit Blick auf den drohenden Abstieg aus der Basketball-Bundesliga wollen sich die Mittelhessen strukturell verschlanken.

Die Gießen 46ers und der geschäftsführende Sportdirektor Michael Koch gehen im Sommer getrennte Wege. Das gab der Basketball-Bundesligist am Dienstag bekannt. "Mit Blick auf den nicht auszuschließenden Gang der Gießen 46ers in die ProA müssen wir die Strukturen unseres Bundesligaclubs noch erheblich schlanker aufstellen, als wir dies bisher schon getan haben", hieß es in der Begründung des Aufsichtsrates.

Man habe sich entscheiden müssen, weiterhin einen Schwerpunkt in der Jugendarbeit zu setzen oder weiter einen Sportdirektor zu beschäftigen. Die Wahl fiel auf den Nachwuchs – auch wenn sie den Verantwortlichen nicht leichtgefallen ist. "Es ist schon fast tragisch, dass sich die Wege von Mike Koch und den Gießen 46ers nach dieser Saison trennen müssen. Denn er ist es, der die Gießener Basketball-DNA verkörpert wie kein anderer und uns wichtige Impulse zur Weiterentwicklung des Clubs geliefert hat."

Neues Konzept wird nächste Woche vorgestellt

Die Gesellschafter des Clubs arbeiten derzeit an einem Konzept, um den Profi-Basketball in Gießen zukunfts- und krisensicherer zu machen. In der kommenden Woche soll dieses Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Das Konzept befasst sich auch mit der Möglichkeit, dass der Tabellenvorletzte der Bundesliga in der kommenden Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse antreten muss.

Den Tabellenvorletzten aus Gießen trennen derzeit vier Punkte vom rettenden 16. Platz. Allerdings haben die Mittelhessen eine Partie weniger auf dem Konto als der Tabellen-16., der Mitteldeutsche Basketball Club. Am Mittwoch (20.30 Uhr) steht für die 46ers das nächste Spiel in Göttingen auf dem Programm.