Spieler der Gießen 46ers sind enttäuscht nach einer Niederlage

Die Basketballer der Gießen 46ers müssen finanziell kürzertreten. Wegen des drohenden Abstiegs backen die Mittelhessen vorerst nur kleine Brötchen, um später nicht in Schwierigkeiten zu geraten.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Stephan Dehler: "Werden mit einem blauen Auge rauskommen"

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In der ersten deutschen Basketballliga (BBL) arbeiten die akut abstiegsbedrohten Gießen 46ers zurzeit am Projekt Klassenerhalt. Aber auch an anderen Baustellen im Verein wird jetzt in die Hände gespuckt. Die Gießener haben am Donnerstag ihre Pläne für die Zukunft präsentiert.

Die finanzielle Lage ist wegen der Corona-Lage angespannt. Den 46ers fehlen die Einnahmen durch Sponsoren und natürlich Zuschauer. Trotzdem kann Geschäftsführer Stephan Dehler grundsätzlich Entwarnung geben: "Wir werden wirtschaftlich mit einem blauen Auge aus dieser Situation herauskommen. Natürlich fehlen da Einnahmen, aber wir haben die Saison so geplant, dass wir keine Verluste machen."

Jugendförderung als Weg in die Zukunft

Allerdings hatten sich die Gießener vergangene Woche aus finanziellen Gründen gegen eine Vertrags-Verlängerung mit Sportdirektor Mike Koch entschieden. Das eingesparte Geld soll den Fortbestand der Jugendförderung garantieren.

Der Plan: Die Gießener Basketball-Akademie soll in Kooperation mit interessierten Schulen zu einem Basketballinternat ausgeweitet werden. Auch das sogenannte Farm-Team in der dritten Liga, die Gießen 46ers Rackelos, sollen selbst bei einem Abstieg der Profis weiter bestehen. Dort kommen hauptsächlich junge Talente zum Einsatz, die später in die erste Mannschaft hochgezogen werden können – eine günstige Variante, an Spieler zu kommen.

Sponsoren wieder an Bord holen

Der weitgehende Verzicht auf teure, ausländische Profis ist ebenfalls Teil des Sparkurses. Schon diese Saison war Gießen bei der Auswahl der Spieler finanziell eingeschränkt: "Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Kader gehabt, aber ich kann zufrieden sein, dass wir keine Verluste gemacht haben", erklärt Dehler.

Das zum Teil verlorene Vertrauen einiger Sponsoren soll durch einen Sponsorenrat wieder aufgebaut werden. Außerdem erhofft sich der Verein mehr finanzielles Engagement von den städtischen Gesellschaften, so wie es laut 46ers-Aussage in anderen Basketball-Städten üblich ist. Zudem hoffen die Basketballer, dass sie mit städtischer Unterstützung irgendwann in einer modernen Halle spielen können. Denn auch hier hinken die 46ers dem Niveau der anderen Erstligisten hinterher.