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46ers wollen achten Freyer-Sieg verhindern

Die Gießen 46ers bekommen es im Abstiegskampf der Basketball-Bundesliga mit Ex-Trainer Ingo Freyer und den Baskets aus Oldenburg zu tun. Geschenke hat im Abstiegskampf keine der beiden Seiten zu verteilen.

Die Gießen 46ers treffen in der Basketball-Bundesliga dieser Tage auf viele alte Bekannte. Beim Mitteldeutschen BC gab es ein Wiedersehen mit Ex-Kapitän John Bryant, am Samstag (20.30 Uhr) ist Ex-Coach Ingo Freyer mit seinen Baskets aus Oldenburg zu Gast in Mittelhessen. Im Gegensatz zu Bryant soll es für Freyer aber nichts zu holen geben gegen seinen Ex-Verein.

Kampf um den direkten Vergleich

Der Tabellenletzte aus Gießen kämpft ums nackte Überleben in der BBL. Eine Niederlage gegen den ebenfalls bedrohten Tabellen-15. aus Oldenburg kann sich das Team von Coach Pete Strobl eigentlich nicht erlauben.

Das Hinspiel gewannen die 46ers knapp mit drei Punkten, bei einer Pleite im Rückspiel, drohen die Mittelhessen den direkten Vergleich, der am Ende über den Klassenerhalt entscheiden könnte, zu verlieren. Dumm nur, dass die Niedersachsen unter Freyer richtig aufblühen.

Perfekter Coach für diese Spieler

Zehn Spiele haben die Baskets unter dem 50-Jährigen absolviert. Sieben davon gewannen sie. "Sie haben einen Coach, der hervorragend zu diesen Spielern passt", weiß auch 46ers-Geschäftsführer Sebastian Schmidt. So viel Speed wie in Oldenburg dürfte Freyer selten in einem Kader gehabt haben.

Das passt dem gebürtigen Wolfsburger und seiner Art, Basketball spielen zu lassen, natürlich perfekt in die Karten. Das gute alte Run-and-Gun-System ("Rennen und werfen") dürfte den Gießener Fans noch in bester Erinnerung sein. Immerhin haben es die Mittelhessen unter Freyer von 2017 bis 2020 selbst praktiziert.

Kein Groll, keine Punkte

"Ich hatte eine schöne Zeit in Gießen. Sportlich lief vieles super", sagte Freyer vor seiner Rückkehr in einem Interview mit dem Gießener Anzeiger. Auch mit den basketballverrückten Fans in Mittelhessen habe er immer ein gutes Verhältnis gehabt. Mit einigen steht er sogar heute noch in Verbindung.

"Ich habe Gießen nicht im Groll verlassen", so Freyer. Das hören sie natürlich gerne in der Lahnstadt, hoffen aber, dass er Gießen am Samstag auch ohne Punkte verlässt.