John Bryant von den Gießen 46ers

Bei den Gießen 46ers backt man auch im fünften Jahr nach dem Aufstieg in die Bundesliga kleine Brötchen. Die Mittelhessen wollen einfach nur attraktiven Basketball spielen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ingo Freyer: "Darauf können sich die Fans freuen"

46ers-Head-Coach Ingo Freyer
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Mit einem Heimspiel gegen Crailsheim starten die Gießen 46ers am Dienstag (20.30 Uhr) in die neue Saison der Basketball-Bundesliga. Die Teamchecks zu allen BBL-Vereinen finden Sie bei sportschau.de.

So lief die vergangene Spielzeit

Tabellenrang 13 wirkt auf den ersten Blick wie ein Platz im Niemandsland der Basketball-Bundesliga. Und dennoch lief die vergangene Spielzeit für die 46ers eigentlich ganz zufriedenstellend. Bis kurz vor Schluss spielten die Hessen um einen Play-off-Platz mit und hatten mit dem Abstieg nichts am Hut. Dass es am Ende nicht für Rang acht reichte, betrübte in Gießen niemanden wirklich. Auch wenn man sich gegen ein paar Spiele mehr sicherlich nicht gewehrt hätte.

Wer kommt, wer geht?

Das Wichtigste aus Gießener Sicht vorab: Superstar John Bryant bleibt den Hessen erhalten. Der Center wird genau wie der zweite große Leistungsträger Brandon Thomas für die 46ers auch in dieser Saison auf Korbjagd gehen. Dass Bryant einmal mehr mit ein paar Kilos zuviel auf den Rippen aus der Sommerpause zurückkehrte, gehört beim US-Amerikaner fast schon zum guten Ton und sollte zum Saisonstart kein Problem mehr sein – hoffentlich.

Von den Neuzgängen konnten sich zuletzt die beiden Forwards Luke Petrasek und Jordan Barnett besonders in den Fokus spielen. Ihr variables und athletisches Spiel ist genau die Art von Basketball, die sie in Gießen gerne sehen. "Darauf können sich die Fans in der Osthalle in der nächsten Saison freuen", sagte Trainer Ingo Freyer dem hr-sport.

Trainer Ingo Freyer

Der Coach der 46ers liebt das dynamische, attraktive Spiel. Für sein Run-and-Gun-System (rennen und werfen, zurückrennen und verteidigen) ist eine gute Kondition unabdingbar. Mit Petrasek, Barnett und dem flinken Guard Teyvon Myers hat Freyer seinen Kader dementsprechend verstärkt. "Um sich weiterzuentwickeln, müssen wir im Vergleich zum letzten Jahr unsere Philosophie noch konsequenter umsetzen", gibt Freyer die Marschroute vor.

Die Erwartungen

In Gießen bleibt man bescheiden. Wenn die 46ers einmal mehr nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben, sind die Hessen zufrieden. Große Sprünge nach oben sind für die Truppe von Trainer Freyer auch aufgrund des niedrigen Etats nicht drin. Sollten die Gießener aber dennoch erneut an den Play-offs schnuppern, würde bei den 46ers auch niemand Nein sagen.