Gießen 46ers

Jetzt beginnt auch für die Gießen 46ers endlich die Saison: Nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne starten die Mittelhessen am Samstag mit einem Heimspiel gegen Ulm in die neue Spielzeit der Basketball-Bundesliga. Die Voraussetzungen sind alles andere als gut.

Als Ulm am vergangenen Wochenende seinen Gegner aus Bayreuth nach allen Regeln der Kunst auseinandernahm, saßen die Spieler der Gießen 46ers staunend auf der heimischen Coach. In einer gemeinsamen Zoom-Schalte verfolgten die Akteure des mittelhessischen Basketball-Bundesligisten den 104:76-Erfolg der Schwaben und tauschten sich über das aus, was sie tunlichst an diesem Samstag besser machen sollten. Dann nämlich gastiert ab 20.30 Uhr das Team aus Ulm in der verwaisten Gießener Sporthalle Ost.

Für die 46ers ist es ein absoluter Kaltstart gegen den mit zwei Siegen gestarteten aktuellen BBL-Tabellenführer. Bis Dienstagabend mussten die Mittelhessen die vergangenen beiden Wochen in zweiwöchiger häuslicher Quarantäne verbringen, nachdem kurz vor dem eigentlichen Ligastart Anfang November ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

"Abwarten, wie wir drauf sind"

"Ich denke, wir haben den bestmöglichen Job während der Quarantäne gemacht, um fit zu bleiben", sagte der aus Würzburg gekommene Neuzugang Johannes Richter. Basketballspezifisches Training sei in den eigenen vier Wänden natürlich nicht möglich gewesen. Und so wird es für das neu zusammengewürfelte Team der Lahnstädter ein Start mit noch mehr Fragezeichen als ohnehin erwartet.

"Wir müssen abwarten, wie wir überhaupt drauf sind", blickte Richter gespannt auf die verbleibenden Einheiten bis zum Ulm-Spiel. Jetzt gelte es, erstmal auf das Niveau zu kommen, "um vielleicht gegen Ulm eine kleine Überraschung zu schaffen". Eine Kampfansage hört sich sicher anders an.

Schwierige Saison steht bevor

Auch bei Trainer Ingo Freyer scheinen die Erwartungen an das erste Saisonspiel am dritten Spieltag nicht allzu groß zu sein. "Wir wollen am Samstag auf den Court gehen und uns voll auf unseren Saisonstart konzentrieren. Ulm ist gut in die Saison gestartet. Ich freue mich, dass es endlich los geht", lautet seine recht worthülsige Einstimmung.

Freyer weiß, dass diese Saison mal wieder eine schwierige für die Mittelhessen werden könnte. Das Kommen und Gehen im Kader war groß, und bei den ersten drei Pflichtspielen im BBL-Pokalturnier setzte es drei Niederlagen gegen Vechta, Frankfurt und Göttingen. Die anschließende Corona-Pause kam dann zur Unzeit. Bleibt abzuwarten, ob das Couch-Studium gegen Ulm den gewünschten Erfolg gebracht hat.