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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Kobe Bryant hat eine ganze Generation geprägt"

Kobe Bryant und Richard Freudenberg Collage

Es war am Sonntagabend eine unfassbare Nachricht: NBA-Star Kobe Bryant ist tot. Die Sportwelt reagiert fassungslos, auch ein Skyliners-Profi ist erschüttert und erzählt von einer alten Begegnung mit dem Ex-Lakers-Spieler.

So wie es Richard Freudenberg ging, ging es beinahe der ganzen Sportwelt am Sonntagabend. Es war eine kleine Nachricht, die fassungslos machte. Kobe Bryant ist tot. Der große NBA-Star, einer der besten Basketballer aller Zeiten, ist bei einem Helikopter-Absturz ums Leben gekommen. Mit ihm starb eine seiner Töchter und sieben weitere Insassen. "Ich konnte es gar nicht glauben", beschreibt Skyliners-Profi Freudenberg den Moment im Gespräch mit hr1. "Ich war total niedergeschlagen und musste mich kurz hinsetzen."

Freudenberg bekam die Nachricht von einem alten Schulkollegen geschickt, dachte erst an einen bösen Scherz. Schnell wurde klar: Die Meldung stimmte. "Ich kann das gar nicht in Worte fassen", führt Freudenberg weiter aus. Der Skyliners-Profi ist 21 Jahre alt. Sein ganzes Leben lang prägte Bryant die NBA, Spieler wie Freudenberg haben die nordamerikanische Basketball-Liga nur mit ihm kennengelernt.

Fünf NBA-Titel, zwei Olympia-Siege

"Er hat meine ganze Generation geprägt", so Freudenberg. "Jeder Basketballer meiner Generation orientiert sich an der Mentalität von Kobe Bryant." Daraus resultierten: fünf NBA-Titel, zwei Olympia-Siege, 18 All-Star-Nominierungen. Viel mehr kann man nicht gewinnen.

Dabei war der Familienvater während seiner Karriere aufgrund seiner Spielweise auch umstritten. Der Vorwurf: Egoismus und Arroganz. Auch Freudenberg, großer Fan des Lakers-Rivalen Boston Celtics, war in den großen Spielen gegen ihn. Mit der Zeit wich die kindliche Abneigung aber immenser Bewunderung - und später wurde Freudenberg selbst zum Kobe-Fan.

US-Basketballer Kobe Bryant

Zwei Tage nicht die Hand gewaschen

Der heutige Skyliners-Profi erinnert sich dabei genau an eine Begegnung vor vier Jahren mit Bryant. "Als ich in München gespielt habe, war er 2016 bei Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (Sportarzt in München, Anm. d. Red.) zur Behandlung", erzählt Freudenberg. Der damalige Bayern-Spieler und sein Team hatten Training, danach sollte die Halle Bryant für eine Einheit gehören.

Das bedeutete: Nach dem Training wartete Freudenberg. Und wartete. Insgesamt dreieinhalb Stunden. Dann aber gab es das kurze Kennenlernen, inklusive gemeinsamem Foto und einem Handshake. "Ich habe meine Hand bestimmt zwei Tage nicht gewaschen", berichtet Freudenberg. "Das war ein riesiger Tag für mich – und ist das bis heute noch. Auch wenn es nur zwei Minuten waren."

"Das Hochladen war ein trauriger Moment"

Wie so viele andere auch, teilte der Skyliners-Profi sein Bedauern und Mitgefühl nach der schrecklichen Nachricht am Sonntag über die Sozialen Medien mit. Auf seinem Instagram-Post zu sehen: das gemeinsame Bild aus München. "Das Hochladen war ein trauriger Moment", so Freudenberg. Vielen ging es in diesem Moment ganz ähnlich.

Sendung: hr1, 27.01.2020, 15.30 Uhr