Henrik Rödl schlägt die Hände über dem Kopf zusammen

Obwohl Henrik Rödl die deutsche Basketball-Nationalmannschaft als Trainer zu Olympia geführt hat, ist für den Offenbacher Ende August Schluss. Der Deutsche Basketball Bund will neue Impulse setzen.

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Audioseite DBB und Rödl beenden Zusammenarbeit

Henrik Rödl
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Der Deutsche Basketball Bund (DBB) und der bisherige Bundestrainer Henrik Rödl beenden die Zusammenarbeit. Dies sei das gemeinsame Ergebnis eines Gesprächs in Berlin, teilte der Verband am Freitag mit. Rödl scheidet damit nach vier Jahren als Bundestrainer zum 31. August beim DBB aus. Zuletzt hatte der gebürtige Offenbacher Deutschlands Basketballer zu den Olympischen Spielen in Tokio geführt.

"Frische Impulse" zur Europameisterschaft

"Nun haben wir uns dazu entschlossen, trotz des Olympiaerfolges und im Hinblick auf die EuroBasket 2022 im eigenen Land neue, frische Impulse auf dieser Position zu setzen", sagte DBB-Vizepräsident Armin Andres. Rödl hatte den Posten im September 2017 übernommen. Wer der Nachfolger des 52-Jährigen wird, blieb zunächst offen.

"Es ist auch mein Gefühl, dass man mit einem erfolgreichen Ergebnis im Rücken auseinander gehen kann", sagte der Offenbacher. "Ich bin allen Mitwirkenden dankbar, dass sich mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio ein Lebenstraum für mich erfüllt hat."

Erst enttäuscht, dann eindrucksvoll

Unter Rödl hatte das DBB-Team bei der WM 2019 in China mit Platz 18 enttäuscht, in diesem Jahr aber überzeugt. Der Viertelfinaleinzug bei den Sommerspielen, die mit einem 70:94 (37:44) gegen Slowenien zu Ende gingen, war für den Europameister von 1993 nach dem eindrucksvollen Sieg beim Qualifikationsturnier in Split (Kroatien) der größte Erfolg seiner Trainerkarriere.

Ein anderes großes Turnier fand während Rödls Amtszeit nicht statt, da die eigentlich für 2021 vorgesehene EM wegen der Corona-Pandemie und der Olympia-Verschiebung um ein Jahr nach hinten verlegt worden war. In der Qualifikation für die EuroBasket 2022 spielte Deutschland außer Konkurrenz mit.