Lange Gesichter bei den Skyliners Frankfurt

Sportlich sind die Skyliners Frankfurt so gut wie abgestiegen. Nur eine besondere Konstellation könnte ihnen jetzt noch zum Klassenerhalt verhelfen - oder eine Wildcard nach Saisonende.

Die Niederlage in Hamburg am vergangenen Mittwoch hat den Abstieg der Skyliners Frankfurt quasi besiegelt. Die sportlichen Chancen? Nur noch theoretischer Natur. Allerdings könnten es die Frankfurter machen wie die Gießen 46ers vor Jahresfrist.

Audiobeitrag

Audio

Skyliners stehen kurz vor dem Abstieg aus der BBL

Lange Gesichter bei den Skyliners Frankfurt
Ende des Audiobeitrags

"Der Klassenverbleib ist jetzt wirklich ein Rechenbeispiel. Rechenbeispiele sind was für Mathematiker, wir sind Sportler", sagte Yannick Binas, zweiter Geschäftsführer der Skyliners, dem hr-sport. Aber: "Wir wollen bis zum Schluss die bestmögliche Leistung zeigen. Das heißt, dass wir vier Spiele gewinnen wollen."

"Weiterhin zu unseren Überzeugungen stehen"

Selbst wenn die Skyliners alle verbleibenden Partien gewinnen würden, wären sie noch auf fremde Hilfe angewiesen. Käme ein Dreiervergleich mit Gießen und Braunschweig zustande, könnten die Frankfurter ihn für sich entscheiden - ebenso eine Vierer-Konstellation mit Gießen, Braunschweig und dem MBC.

An das sportliche Wunder glaubt in Frankfurt aber kaum noch jemand. "Für uns ist es ganz wichtig, dass wir weiterhin zu unseren Überzeugungen stehen und einen möglichen sportlichen Abstieg auch mit Würde annehmen und akzeptieren, dass mindestens 16 Clubs besser waren als wir", so Binas.

Allerdings könnte sich eine andere Möglichkeit auftun, doch in der BBL zu bleiben: eine Wildcard. Eine solche haben die Gießen 46ers im vergangenen Jahr erhalten und konnten so trotz des sportlichen Abstiegs erstklassig bleiben.

Wildcard wäre lukrativ, aber auch teuer

Voraussetzung für eine solche Wildcard ist, dass entweder ein sportlicher Aufsteiger aus der zweiten Liga die wirtschaftlichen Bedingungen der BBL nicht erfüllen kann oder dass ein anderer Bundesligist keine Lizenz für die kommende Saison erhält. "Wenn es eine Wildcard geben wird, werden wir entscheiden, ob wir uns darum bemühen können. Es ist auch eine finanzielle Entscheidung", so Binas. Demnach belaufen sich die Kosten für eine solche Wildcard aktuell auf 700.000 Euro, die dann im Budget fehlen würden.

Die Skyliners haben laut Binas die Lizenzierungsunterlagen für beide Ligen eingereicht. "Für beide Fälle wären wir gerüstet." Zuvor soll jedoch die letzte sportliche Chance aufrecht erhalten werden: Am Ostermontag (15 Uhr) treffen die Skyliners Frankfurt auf Oldenburg.