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Die Skyliners stecken tief im Abstiegskampf

Die Spieler der Skyliners Frankfurt sind enttäuscht.

Im März wollten die Skyliners Frankfurt die große Wende einleiten. Bisher sind alle Bemühungen allerdings wirkungslos verpufft. Was dem Team am meisten fehlt, ist Selbstvertrauen.

Im zweiten Viertel sah es am Sonntag eigentlich richtig gut aus bei den Skyliners Frankfurt. Da spielten sich die Hessen im Abstiegsduell beim Mitteldeutschen BC in einen wahren Rausch. Ein sagenhafter 19:0-Lauf machte ein durchwachsenes erstes Viertel vergessen. Die Skyliners hatten sichtbar Oberwasser. Top-Scorer Matt Haarms (22 Punkte) schrie mehr als nur einmal seine Freude heraus.

Zu viele Einbrüche

Das Problem war, dass da ja noch zwei weitere Viertel auf die Frankfurter warteten. Und in denen passierte genau das, was den Hessen in dieser Saison schon viel zu oft passiert ist: Sie brachen ein.

"Meine Mitspieler haben mich in der ersten Halbzeit in gute Positionen gebracht, aus denen ich leicht punkten konnte", sagte Haarms nach dem Spiel bei Magenta Sport. "Aber in der zweiten Halbzeit haben wir das nicht mehr hinbekommen." Aus einer Elf-Punkte-Führung zur Halbzeit wurde eine bittere 75:81-Niederlage. Die Skyliners stehen nun auf einem Abstiegsplatz.

Das Selbstvertrauen ist weg

Man merkt den Hessen förmlich an, dass ihnen in den entscheidenden Phasen das Selbstvertrauen fehlt. Die Strategie in der Crunchtime ist, den Ball an Spielmacher Will Cherry oder Center Jamel McLean zu geben. Einem der erfahrenen US-Amerikaner wird dann schon etwas einfallen, so die Hoffnung. McLean fehlte beim MBC nach einem positiven Corona-Befund. Cherry alleine konnte das Spiel nicht mehr drehen.

Trainer Diego Ocampo muss es schaffen, seinen Jungs wieder Selbstvertrauen einzuimpfen. Leicht ist das nach sieben Niederlagen in Folge freilich nicht. Ob er dafür der Richtige ist? Unter den Fans mehren sich die Stimmen, dass nur ein Trainerwechsel den Absturz in die 2. Bundesliga verhindern kann.

Die Last von Cherrys Schultern nehmen

Die für gewöhnlich gut unterrichtete Frankfurter Rundschau geht allerdings von einem Verbleib des Spaniers aus. Für einen Trainerwechsel sei es zwölf Spieltage vor Saisonschluss zu spät. Was die Skyliners stattdessen tun werden – das scheint ohnehin ein offenes Geheimnis – ist, noch einen Spieler nachzuverpflichten. Einen, der die Last von Cherrys Schultern nehmen kann.

Am Mittwoch (19 Uhr) werden aber wohl noch einmal alle Augen auf den 31 Jahre alten Playmaker gerichtet sein. Dann ist Tabellennachbar Würzburg zu Gast in der Frankfurter Ballsporthalle. Die achte Niederlage in Folge können sich die Skyliners eigentlich nicht leisten. Weder tabellarisch noch fürs Selbstvertrauen.

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