Sebastian Gleim von den Skyliners Frankfurt

Die Skyliners Frankfurt starten am Wochenende ins Finalturnier der Basketball-Bundesliga. Der sportliche Erfolg steht nicht unbedingt an erster Stelle. Die Spieler dürften sich vor allem beim Blick auf die Speisekarte freuen.

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In "positiver Grundstimmung" sind die Skyliners Frankfurt an diesem Freitag nach München gestartet, wo in den nächsten drei Wochen die Meisterschaft in der Basketball-Bundesliga (BBL) ausgespielt wird. "Die Mannschaft hat richtig Lust, das Turnier anzugehen", sagte Cheftrainer Sebastian Gleim.

Der 35-Jährige dämpfte jedoch vor allem mit Blick auf die Auftaktpartie am Sonntag (15 Uhr) gegen Berlin die Erwartungen. "Das ist ein gutes Euroleague-Team, das nach der Corona-Pause schon wieder länger zusammen ist als wir", sagte Gleim. "Es wird für uns enorm wichtig sein, alles zu zeigen, um einen guten Einstand ins Turnier zu finden."

Kratzer und Hines fehlen (zunächst)

Verzichten müssen die Hessen dabei auf ihren Starting Center Leon Kratzer, der wegen einer Muskelverletzung während der ersten beiden Partien noch pausiert, und Forward Shaquille Hines, der "gesundheitlich angeschlagen" sei und erst später nach Bayern nachreist. Die beiden kurzfristigen Neuzugänge, der Litauer Gytis Masiulis und der zuletzt für Bonn auflaufende Yorman Polas Bartolo, wurden laut Gleim gut und schnell integriert.

Als sportliches Ziel haben die Skyliners den Einzug ins Viertelfinale ausgegeben. In der Fünfergruppe, in der sich auch noch die Riesen Ludwigsburg, Vechta und Bamberg befinden, müssen sie dafür ein Team hinter sich lassen. Zu verlieren haben sie nichts: Als Tabellen-14. der abgebrochenen Hauptrunde und nach dem Verzicht von sieben Konkurrenten auf die Teilnahme am Turnier sind sie schon jetzt auf den zehnten Platz vorgerückt.

Burger für die Seele

Wichtiger als das sportliche Abschneiden ist den Verantwortlichen jedoch, dass ihre Spieler gesund bleiben. Bei einer Belastung von vier Partien innerhalb von sieben Tagen in der Gruppenphase müsse man sich zwischendurch auf die bestmögliche Erholung konzentrieren, betonte Gleim. Dabei spielt auch die Ernährung eine Rolle. Den einen oder anderen Burger soll es "für die Seele" jedoch geben.

Die dem Coronavirus geschuldete Situation, während des Turniers mit allen anderen Mannschaften zusammen, abgeschottet von Familien und Freunden in einem Hotelkomplex zu leben und einem strengen Hygienekonzept zu unterliegen, könnte auf Dauer an den Nerven zehren. Die Betreuer wollen sich deshalb für jeden Tag Kartenspiele oder ähnliche Freizeitbeschäftigungen überlegen, um das laut Gleim "vermutlich jüngste Team bei diesem Turnier" zu unterhalten.

Test-Ergebnisse am Samstag

Gerade der erste Abend war recht trist. Auf der Fahrt in die bayerische Landeshauptstadt wurden bei einem Zwischenstopp in Augsburg Corona-Tests bei der Delegation vorgenommen. Bis die jeweiligen Ergebnisse feststanden, musste jeder für sich auf seinem Einzelzimmer ausharren, alleine essen und auf ein negatives Ergebnis hoffen, damit eine Turnierteilnahme überhaupt möglich ist.

Am Samstagmorgen dann die erlösende Nachricht: Alle Mitglieder der Skyliners-Delegation sind negativ getestet worden und so konnten Team und Betreuer gemeinsam das Frühstücksbüfett stürmen.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! Bundesliga, 07.06.2020, 22.05 Uhr