Spieler der Gießen 46ers und der Frankfurt Skyliners

Unfreiwillige Spielpause für die Gießen 46ers, die Frankfurt Skyliners, die MT Melsungen und die HSG Wetzlar: Aufgrund des Coronavirus wird der Spielbetrieb vorerst unterbrochen, eine Komplett-Absage soll aber vermieden werden.

Die Basketball-Bundesliga (BBL) und die Handball-Bundesliga (HBL) stellen aufgrund der Corona-Krise vorübergehend den Spielbetrieb ein. Dies teilten die beiden Ligen am Donnerstag kurz nacheinander mit. Im Gegensatz zur Deutschen Eishockey Liga (DEL), die ihre Saison vorzeitig beendete, soll die Spielzeit später im Jahr fortgesetzt werden. Aus hessischer Sicht sind die Basketballer der Gießen 46ers und der Frankfurt Skyliners sowie die Handballer der MT Melsungen und der HSG Wetzlar betroffen.

Basketballer hoffen auf schnelle Lösung

"In sorgsamer Abwägung und unter Berücksichtigung der obersten Priorität, der weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, wurde einstimmig beschlossen, den Spielbetrieb Basketball Bundesliga bis auf weiteres auszusetzen", heißt es in einer Mitteilung der Liga. 

Dies betrifft bereits den für das kommende Wochenende geplanten 23. Spieltag. Es bleibe das Ziel, "die Saison 2019/2020 zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen." Innerhalb der kommenden 14 Tage wollen sich die Klubvertreter wieder treffen, "um die dann aktuelle Lage und mögliche Szenarien und Handlungsoptionen erneut zu besprechen." 

Für uns ist das im Augenblick keine angenehme Situation und uns sind an der Stelle auch die Hände gebunden", kommentierte 46ers-Geschäftsführer Michael Koch. Skyliners-Kollege Gunnar Wöbke sagte: "Eine solche Situation hat es für Deutschland, den Sport und in unserer gesamten Clubgeschichte noch nicht gegeben. Das Aussetzen der Liga bis auf weiteres bietet uns allen die bestmöglichen Voraussetzungen, um die Situation weiter zu beobachten und die richtigen Schlüsse zu ziehen."

Handballer pausieren bis Ende April

Die Handball-Bundesliga setzt den Spielbetrieb hingegen bis zum 22. April aus. Auch das für den 4. und 5. April in Hamburg geplante Finalturnier um den DHB-Pokal soll auf einen späteren Termin im Sommer verschoben werden. Geplant ist nach derzeitigem Stand, dass die Bundesliga den Spielbetrieb ab dem 23. April wieder aufnimmt. Ob das für diesen Montag geplante außerordentliche Treffen der Clubs der ersten und zweiten Liga in Köln stattfindet, gilt als unwahrscheinlich.