Gordon Herbert

Sebastian Gleim wird die Skyliners Frankfurt auch in der kommenden Saison als Chefcoach betreuen. Das gab der Basketball-Bundesligist bekannt. Das heißt aber auch: Gordon Herbert, der eigentlich in der kommenden Saison wieder als starker Mann an der Seitenlinie agieren sollte, wird die Frankfurter verlassen.

Der Deal war eigentlich folgender: Gordon Herbert wird den Skyliners Frankfurt in der Saison 2019/20 nicht als Trainer zur Verfügung stehen. Der gebürtige Kanadier wurde von den Hessen freigestellt, um als Teil des Trainerstabs die kanadischen Nationalmannschaft auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio zu begleiten. Zur Saison 2020/21 sollte Herbert zurückkehren. Als Interimstrainer beförderten die Skyliners Sebastian Gleim von der zweiten Mannschaft.

Kanada und NBA?

Spätestens mit der Verschiebung der Olympischen Spiele um ein Jahr mussten die Frankfurter sich allerdings Gedanken über das ursprüngliche Konzept machen. Das hat offensichtlich auch Herbert gemacht, der seinen Traum von Olympia weiterträumen möchte. "Ich werde in der nächsten Saison nicht nach Frankfurt zurückkehren", verriet der 61-Jährige der Frankfurter Rundschau. Und das obwohl er eigentlich einen gültigen Vertrag besitzt.

Er werde seinen Job bei der Nationalmannschaft mit einem Engagement in der US-amerikanischen NBA oder in Europa koppeln, so Herbert. Über seine Beweggründe, Frankfurt den Rücken zu kehren, wollte Herbert nicht sprechen.

Meistermacher und Europapokalsieger

Die Skyliners bestätigten den Abgang des Kult-Trainers indirekt. Der Bundesligist verschickte am Montag eine Einladung zur Pressekonferenz am Dienstag. Inhaltliche Themen: "erste Statements zur Entscheidung der bayerischen Landesregierung über die Fortführung des Spielbetriebs der easyCredit BBL in München sowie der Ausblick auf die nächste Saison 2020/21 mit neuem und altem Headcoach Sebastian Gleim."

Für Herbert geht damit die dritte (und wahrscheinlich letzte) Amtszeit in Frankfurt zu Ende. Der Kanadier trainierte die Hessen von 2001 bis 2004, von 2010 bis 2011 und zuletzt von 2013 an. Er führte die Frankfurter 2004 zur Meisterschaft und gewann 2016 den Fiba Europe Cup. Im selben Jahr wurde er auch zum Bundesliga-Trainer des Jahres gewählt.