46ers-Headcoach Rolf Scholz zeigt die Richtung an.

Die Gießen 46ers haben zum Jahresabschluss in der Basketball-Bundesliga weiteres Selbstvertrauen getankt. Nach dem Sieg im Hessenderby gegen die Skyliners Frankfurt ist der Anschluss an die Nicht-Abstiegs-Ränge hergestellt.

Freude auf der einen und traurige Blicke auf der anderen Seite. Die Gießen 46ers haben sich für ihre starke Performance in den ersten beiden Quartern belohnt und die Aufholjagd der Skyliners Frankfurt am Mittwochabend mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln abgewehrt.

46ers legen Grundstein im ersten Durchgang

Drama, Baby, Drama! 30 Sekunden vor dem Ende der Partie stand noch ein 71:71 auf der Anzeigetafel in der Gießener Sporthalle. Kurz danach setzten sich die 46ers aber auf 75:74 ab. Gießen belegt mit vier Zählern zwar weiterhin einen Abstiegsplatz, doch der Abstand auf die Skyliners beträgt jetzt auch nur noch zwei Punkte. Der Trainerwechsel von Ingo Freyer zu Rolf Scholz fängt an erste Früchte zu tragen.

"Wir sind natürlich sehr glücklich über die erste Halbzeit, die heute den Grundstock gelegt hat", erkannte der Headcoach nach dem Erfolg im Hessenderby richtigerweise. Obwohl die Gießener zu diesem Zeitpunkt mit elf Punkten führten, war der Respekt vor der Qualität der Frankfurter jederzeit groß. "Diesmal hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite", gab Scholz zu.

Aufholjagd der Skyliners führt nicht zum Erfolg

Sebastian Gleim, Trainer der Frankfurter, sah dennoch einen "verdienten" Sieger aus Gießen: "Ich bin zufrieden, wie wir versucht haben, zurückzukommen und unzufrieden darüber, wie wir in das Spiel gestartet sind. Wir hatten zu wenig Energie und Identität."

Das Programm sei insgesamt zwar straff und die Terminierung eng. "Das ist am Ende keine Ausrede und wir müssen Wege finden, dass wir jeden Spieltag bereit sind, egal wie eng der Spielplan ist", wollte Gleim nicht klagen.

46ers vor Duell auf Augenhöhe gegen Göttingen

Die 46ers hingegen werden froh sein, dass sie bereits am 2. Januar im Heimspiel gegen Göttingen die Chance haben, den punktgleichen Konkurrenten auf den Abstiegsplatz zu schieben und dadurch selbst über die rote Linie zu springen. Das Selbstvertrauen ist deutlich gewachsen.