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Sportlich waren die Skyliners Frankfurt in der vergangenen Saison abgestiegen. Eine Wildcard macht die erneute BBL-Teilnahme jedoch möglich. In der neuen Spielzeit wollen die Hessen nun beweisen, dass sie diese Chance auch verdient haben.

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Geert Hammink: "Wollen jede Sekunde arbeiten"

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Dass die Skyliners Frankfurt in dieser Spielzeit überhaupt in der Bundesliga spielen, verdanken sie einer Wildcard. Das Team will auch deshalb Fans und Finanziers beweisen, dass es in diese Liga gehört - und das unter dem neuen Headcoach Geert Hammink, der vom niederländischen Erstligisten ZZ Leiden gekommen ist.

So lief die vergangene Saison

Die Skyliners Frankfurt sind am Ende der vergangenen Spielzeit erstmals sportlich aus der Bundesliga abgestiegen, doch dank einer Wildcard ist das Team auch in dieser Saison mit dabei. Möglich war der Nichtabstieg der Frankfurter deshalb, weil aus der 2. Liga Pro A nur die Rostock Seawolves in die Bundesliga aufstiegen. Die Tigers Tübingen, die als Playoff-Finalist der abgelaufenen Saison ebenfalls das Anrecht auf einen Startplatz in der BBL gehabt hätten, verzichteten aus finanziellen Gründen.

Die Frankfurter hatten als einziges Team einen Antrag auf die Sonderberechtigung gestellt. Die Wildcard kostete die Skyliners 700.000 Euro. "Das wird uns noch lange schmerzen", sagt der geschäftsführende Gesellschafter Gunnar Wöbke. "Aber es war sinnvoll, sich den Gang in die ProA zu ersparen, und es gilt jetzt, nach vorne zu blicken."

Wer kommt, wer geht

Geert Hammink hat im Sommer die Nachfolge von Coach Luca Dalmonte angetreten. Die fünf Wochen Vorbereitung versah er mit dem Label "nicht alles perfekt". Das Team ist immer wieder durch verletzungsbedingte Auszeiten zurückgeworfen worden. Zum Start in die Spielzeit stehen dem Niederländer aber 14 gesunde Spieler zur Verfügung. Nur auf Landsmann Matt Haarms muss er noch ein paar Wochen wegen eines Bänderrisses am Sprunggelenk verzichten.

Für den 25-Jährigen holten die Skyliners in der vergangenen Woche kurzfristig Martinas Geben vom Ligakonkurrenten Bamberg an den Main. Zum neuen Kapitän hat der mit 2,12 Metern Körpergröße bislang längste Trainer in der seit 1999 währenden Skyliners-Historie Flügelspieler Lukas Wank bestimmt. "Ich versuche, die Leute noch mehr zusammenzubekommen", erklärt der 25-Jährige. Aber die Atmosphäre sei auch so schon besser als in der vergangenen Saison. Insgesamt ist der Kader bei den Hessen komplett.

Trainer

Eine leichte Aufgabe hat der neue Coach Hammink nicht. In der Vorbereitung ging es viel ums Kennelernen. Auch wenn der ehemalige Center von Alba Berlin anmekrt, dass die Findungsphase gut angelaufen ist, ist der Prozess noch nicht abgeschlossen. Spätestens in zwei Monaten will er genau wissen, wen er wo am besten aufstellt.

Eines steht für ihn aber an erster Stelle: "Wir wollen uns in jeder Sekunde verbessern - und das mit harter Arbeit. Wenn wir das machen, werden wir unsere Spiele gewinnen." Nach der katastrophalen vergangenen Saison vielleicht nicht der schlechteste Ansatz. Seine Idee von Basketball klingt zudem sehr simpel: "Wir wollen Teambasketball spielen."

Erwartungen an die Saison

Trotz der vier Niederlagen in sechs Testspielen sieht Hammink eine stetige Steigerung seiner Mannschaft. Präzise Saisonziele gibt der Coach öffentlich aber nicht aus. Geschäftsführer Yannick Binas betont jedoch, dass es "keine Option ist, nicht in der Liga zu bleiben". Und dass die Partner, die den Skyliners allesamt die Treue hielten, klarmachten, dass diese jetzt liefern müssten.

Auf dem Parkett will Coach Hammink künftig schneller spielen lassen. "Das kann auch mal chaotisch aussehen. Und das kann es auch mal sein", sagt er. Aber nach ein paar Monaten wisse man, ob das funktioniert. "Das Problem für den Gegner wird sein, dass er genauso schnell verteidigen muss."