Die Skyliners Frankfurt haben einen Umbruch hinter sich - vor dem Start in die neue Saison in der Basketball-Bundesliga müssen jetzt viele junge Spieler integriert werden. Dabei dürfte es auch auf einen Neuzugang ankommen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die Skyliners im Teamcheck

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Mit dem Auftakt im Pokal starten die Skyliners Frankfurt an diesem Wochenende in die neue Saison. Für das Team von Headcoach Sebastian Gleim dürfte das keine einfache Spielzeit werden. Auf welche Spieler es dabei ankommen wird und warum Gleim dabei einen entscheidenden Vorteil haben könnte? Die Antworten im Teamcheck.

So lief die vergangene Saison

Viel zu feiern gab es bei den Skyliners in der letzten Saison nicht. Gerade einmal sechs Siege konnten die Frankfurter in der regulären Spielzeit erringen und zudem die wenigsten Punkte in der Liga erzielen. Das Ergebnis: Platz zehn und die Teilnahme am BBL-Finalturnier, wo man im Viertelfinale gegen Ulm ausschied. Die Verletzungen von Leistungsträger-Trio Leon Kratzer, Richard Freudenberg und Lamont Jones, waren sicherlich mitverantwortlich für die durchwachsene Saison. Das aber war nicht alles: die individuellen Fehler und die fehlende Konstanz des Teams, gepaart mit immer wiederkehrenden Problemen, dazu viele Ballverluste, Schwächen unterm Korb, behäbige Ballbewegung im Angriff.

Wer kommt, wer geht?

Die Abgänge von Top-Scorer Lamont Jones und Verteidiger Akeem Vargas haben deutliche Lücken im Frankfurter Kader hinterlassen. Besonders gravierend scheint jedoch der Abgang von "Big Man" Leon Kratzer zu sein, den es nach Bonn zog. Der erneut verletzte Frankfurter Richard Freudenberg bleibt den Skyliners zwar erhalten, fällt aber für noch mindestens drei Monate aus.

Für genügend Power sollen künftig Kamari Murphy und Michael Kessens sorgen, die aus Vechta in die Mainmetropole wechselten. Allrounder Rasheed Moore hat sich mit guten Leistungen bei Zweitligist Schwenningen für höhere Aufgaben bei den Frankfurtern qualifiziert. Viele Vorlagen und Punkte sollen Rückkehrer Matt Mobley und Rückrückkehrer Konstantin Konga, der bereits von 2012 bis 2016 für die Skyliners auflief, bringen. Mit dem Isländer Jon Axel Gudmundsson (zuvor Davidson College) und dem Belgier Manu Lecomte (Gran Canaria) hat man zwei weitere spielstarke und vielversprechende Spieler für die kommende Spielzeit verpflichtet.

Der Trainer

Einen Vorteil hat Sebastian Gleim in seinem zweiten Jahr als Headcoach der Skyliners: Er war zuvor bei den Frankfurtern im Nachwuchsleistungszentrum tätig. Diese Erfahrung wird gewinnbringend für den gebürtigen Hersfelder sein, um die vielen jungen Spieler wie Maximillian Begue, Jordan Samare, Len Schoorman oder Bruno Vrcic – alle unter 20 – in das traditionell eher defensive Spielsystem einzugliedern. Die Youngster werden deutlich mehr Spielminuten bekommen. Zudem muss Gleim, die vielen Neuzugänge zu einer Einheit formen, die er rund um die Mannschaftskapitäne Quantez Robertson und Marco Völler integrieren muss.

Die Ziele

Eine finale Zielsetzung haben die Skyliners bisher noch nicht formuliert. Der Klassenerhalt ist das Minimalziel und die Playoffs will man als ambitioniertes BBL-Team immer erreichen. Die bisherigen Testspiele zeigen aber, dass das Team durchaus optimistisch nach oben blicken kann. Im letzten Testspiel gegen die Merlins Crailsheim konnten die Skyliners personell fast aus dem Vollen schöpfen und schlugen den Tabellendritten der vergangenen Spielzeit auswärts mit 79:81.

All Eyes on…

Matt Mobley. Er soll der neue Top-Scorer der Skyliners werden. Und eigentlich muss er es auch. Mit dem Abgang von Lamont Jones wird Mobley die Punkte machen müssen, die Jones für die Frankfurter in der vergangenen Saison erzielte. In den Testspielen machte er deutlich, dass er bereit ist die Rolle des Leistungsträgers anzunehmen. Gegen Crailsheim war er bester Schütze mit 23 Punkten. Die nächsten Pflichtspiele werden zeigen, ob er zu einer wichtigen Säule im Frankfurter Spiel heranwächst.

Prognose

Die Frankfurter Fans können durchaus optimistisch in die kommende Saison zu blicken. Auf dem Papier haben die Skyliners genug Potenzial, um die Playoffs zu erreichen. Die Mischung aus jungen, hungrigen und routinierten Spielern kann sich auch im BBL-weiten Vergleich vom Potenzial zeigen lassen. Die erfolgreiche Umsetzung der Frankfurter Tugenden - aggressive Verteidigung, mannschaftsorientierte Spielweise und schnelles Umschaltspiel - und die neuformierte Mannschaft zu einer Einheit zu entwickeln, werden die Faktoren sein, die darüber entscheiden, wohin die Reise der Frankfurter in der kommenden Saison geht.