Leon Kratzer Skyliners Frankfurt

Der Spielbetrieb in der Basketball-Bundesliga ruht wie in jeder anderen Liga aktuell aufgrund der Corona-Krise. Wie es weitergehen soll, ist noch nicht klar. Die Skyliners Frankfurt haben in der Frage aber eine klare Meinung.

Die Skyliners Frankfurt haben sich klar für eine Fortsetzung der Saison in der Basketball-Bundesliga (BBL) ausgesprochen. Dies sei in der Corona-Krise auch ein wichtiger Lerneffekt für die weitere Zukunft, sagte Geschäftsführer Gunnar Wöbke in einem Podcast des Vereins am Wochenende. "Es ist learning by doing für die nächste Saison."

Es gehe unter anderem darum, wie Geisterspiele funktionieren. "Mein persönlicher Glaube ist, dass wir Stand heute nicht davon ausgehen können, dass wir Ende September, Anfang Oktober, wenn die Saison losgegangen wäre, wieder vor Zuschauern Basketball spielen können", sagte Wöbke.

"Es ist eine Riesenchance für uns"

Die aktuelle BBL-Saison ist wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. April ausgesetzt. In einer Videoschalte am Montag wollen die 17 Clubs und die Ligaspitze darüber entscheiden, wie es weitergeht. BBL-Geschäftsführer Stefan Holz hatte erklärt, dass es "deutlich mehr Sinn" mache, weiterzuspielen als abzubrechen.

Davon sind auch die Frankfurter überzeugt. "Es ist eine Riesenchance für uns, wenn wir in der Bundesliga nochmal antreten", sagte Wöbke mit Blick auf die Sonderrolle, die die BBL dann einnehmen würde. "Die Sport-Nation wird auf uns schauen und sich für die Spiele interessieren. Aber ich glaube auch, die ganze Welt wird auf uns schauen und sich für die Spiele interessieren. Wir haben eine Chance, neue Leute zu finden."

Wirtschaftlicher Verlust geringer

Die deutschen Topligen im Handball, Eishockey und Volleyball haben ihre Saison schon vorzeitig beendet. Zudem ist unter anderem der wirtschaftliche Verlust aus Sicht von Wöbke geringer als bei einem Saisonabbruch. Es mache aber auch keinen Sinn, eine Fortsetzung zu erzwingen.