Sebastian Gleim wird Trainer bei den Skyliners

Nachdem BBL-Geschäftsführer Stefan Holz mit Aussagen zu möglichen politischen Protesten beim Final-Turnier in München für reilich Unmut gesorgt hat, hat sich nun auch Skyliners-Coach Sebastian Gleim dazu geäußert.

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Skyliners-Cheftrainer Sebastian Gleim hätte kein Problem damit, wenn Spieler des Frankfurter Basketball-Bundesligisten während des bevorstehenden Final-Turniers in München zur aktuellen Debatte über Rassismus und Polizeigewalt in den USA Stellung beziehen würden. "Bei uns herrscht grundsätzlich Meinungsfreiheit", betonte der 35-Jährige während einer Online-Pressekonferenz am Donnerstag. Weder gegen mündliche Statements noch gegen Gesten oder das symbolische Niederknien als Zeichen des stillen Protestes hätte er etwas einzuwenden.

Schon in der Jugendarbeit der Skyliners werde darauf Wert gelegt, dass "die Spieler zu mündigen Athleten erzogen werden". Bei den Profis sei das Thema während eines Teamdinners am Mittwoch besprochen worden. Ob seine Mannschaft oder Teile davon etwas Aussagekräftiges planen, konnte Gleim nicht sagen. "Viele Spiele anderer Vereine haben bereits Statements gesetzt, die ich positiv finde", so der Coach.

Holz bedauert Aussagen

Die Debatte war aufgeflammt, nachdem BBL-Geschäftsführer Stefan Holz zunächst erklärt hatte, dass "politische Äußerungen im Ligabetrieb verbal oder non-verbal nicht gestattet" seien. Nach dieser Aussage stellten sich zahlreiche Spieler und Manager, wie Marko Pesic vom Ausrichter aus München, gegen den BBL-Geschäftsführer.

Mittlerweile hat sich Holz für diese Äußerung öffentlich entschuldigt. "Meine Aussagen, die ich aus jetziger Sicht so nicht mehr treffen würde und deren Wirkung ich wohl nicht vollständig bedacht habe, bedauere ich", teilte Holz früh morgens in einer Stellungnahme mit. Der Ligachef ist darum bemüht, das Thema nach den Irritationen zu den Akten zu legen.

"Nicht vor unglücklichen Formulierungen gefeit"

Holz bat darum, zu bedenken, dass "auch Geschäftsführer Menschen und vor unglücklichen Formulierungen nicht gefeit sind". Schon am Mittwochnachmittag hatte Holz im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst betont, dass es "keine Sanktionen geben" werde.