Gunnar Wöbke

Der Rahmenterminkalender steht. Ab Mitte Oktober soll in Deutschland wieder Profi-Basketball gespielt werden. Die Skyliners Frankfurt werden wohl mit einem verjüngten Team an den Start gehen.

Die Off-Season ist die Zeit, in der die Kader der Basketball-Bundesliga umgekrempelt werden. Doch während einige Clubs auch schon wieder eifrig Spieler verpflichten, agieren andere in diesem Sommer eher bedächtig. So auch die Skyliners aus Frankfurt.

Center Leon Kratzer könnte in den kommenden Tagen mit einem neuen Vertrag ausgestattet werden. Über vermeintliche Neuzugänge ist aber noch nichts an die Öffentlichkeit gedrungen. Ein entscheidender Grund dafür ist – natürlich – Corona.

Nachwuchs darf auf mehr Minuten hoffen

Gunnar Wöbke plant den Etat der Hessen konservativ. "Ich gehe davon aus, dass wir kein einziges Spiel vor voller Zuschauerzahl austragen werde", sagte der Skyliners-Geschäftsführer in einem Pressegespräch. Das wirkt sich natürlich auch aufs Budget der Hessen aus. In Frankfurt backt man daher erstmal nur kleine Brötchen. "Stand heute ist das Ziel: Klassenerhalt. Was anderes können wir gar nicht sagen", so Wöbke.

Es ist davon auszugehen, dass die Skyliners noch mehr auf die eigene Jugend setzen werden als bisher schon. Shooting Guard Maximilian Begue (19 Jahre) oder Power Forward Jordan Samare (18), die im Finalturnier der vergangenen Saison ihre ersten Minuten auf dem Court bekamen, können auf mehr Einsätze hoffen. Gleiches gilt für den erst 17 Jahre alten Len Schoormann. Der Anteil der Import-Spieler aus den USA und Kanada im Kader dürfte hingegen zurückgehen.

Rahmenterminkalender steht

Noch ist nicht klar, vor wie vielen Zuschauern die Bundesliga wieder loslegen kann. Am Freitag wurde immerhin der Rahmenterminkalender vorgestellt. Die Liga startet am 6. November. Bereits zuvor, ab Mitte Oktober, wird der Pokalwettbewerb komplett ausgespielt.

Ziel ist es, zumindest alle Ligaspiele in der kommenden Saison vor so vielen Fans wie eben möglich auszutragen. Dafür hat die BBL gemeinsam mit der Handball-Bundesliga und der Deutschen Eishockey Liga einen generellen Leitfaden erstellt, der momentan vom Robert Koch-Institut geprüft wird. Für die Erstellung eines tragfähigen Hygienekonzepts ist jeder Verein selbst verantwortlich.

Keine Illusionen

Der Saison-Rahmen deckt sich weitestgehend mit den Wünschen des Skyliners-Geschäftsführers. Dass es mitten in der Saison zu regionalen Corona-Ausbrüchen kommt, die auch den Spielbetrieb der Basketballer stören, damit müsse aber weiter gerechnet werden.

"Es wird in zwölf Monaten nicht alles wieder so sein, wie es vorher war", gibt sich Wöbke keinen Illusionen hin. "Wir werden uns so vorsichtig wie möglich verhalten", sagt er. Diese Devise gilt sowohl für den Ablauf der Saison als auch die Kaderplanung der Hessen.