Skyliners-Headcoach Sebastian Gleim

Die Skyliners Frankfurt blicken positiv auf das Finalturnier in München zurück. In Sachen Saisonplanung für 2020/2021 gibt es allerdings noch viele Fragezeichen.

Obwohl im Viertelfinale Schluss war, nehmen die Skyliners Frankfurt viele gute Eindrücke aus dem Finalturnier der Basketball-Bundesliga in München mit. "Die Bedingungen dort waren sicher die besten, die ich je erlebt habe", sagte Cheftrainer Sebastian Gleim im vereinseigenen Podcast. "Wir waren alle froh, dass wir gesund und munter nach Hause gekommen sind."

Saisonstart im September "macht keinen Sinn"

Die Skyliners waren in dem Turnier, an dem zehn Teams teilnahmen, an Ulm gescheitert. "Wir wollten als Club das Beste aus der Situation herausholen, das haben wir getan", so Gleim. "Unsere jungen Spieler haben sich weiterentwickelt." Mit genau diesen jungen Spielern gibt es aktuell ein Mini-Camp, zudem werden mit allen Akteuren Feedback-Gespräche geführt.

Die Zukunft ist dabei allerdings für alle Beteiligten ungewiss. "Die nächste Saison wird von Corona wesentlich stärker überschattet werden als die vergangene. Wer glaubt, es ist alles vorbei, der irrt total", so Skyliners-Geschäftsführer Gunnar Wöbke in einer weiteren Podcast-Folge. "Es gibt jede Menge Dinge, die wir jetzt versuchen müssen vorauszudenken."

Die erste Entscheidung sei bereits von der Politik gefällt - durch die neuen Bestimmungen sind Spiele vor vollen Hallen bis einschließlich Oktober unmöglich. Der Saisonstart der BBL ist bislang für September geplant. Dieser Zeitplan mache "keinen Sinn", so Wöbke, der für einen späteren Starttermin und Doppel-Spieltage plädiert.

Keine feste Zusage zum Europapokal möglich

Wegen der unklaren Lage haben sich die Frankfurter zudem gegen eine Teilnahme am EuroCup entschieden. "Wir hätten sehr gerne europäisch gespielt und haben auch die Vorregistrierung abgegeben. Wir haben unter anderem aber auch nachgefragt, ob man zunächst mal in regionalen Gruppen spielen kann. So hätte man zur Not mit Bus und Bahn anreisen können, wenn der Flugverkehr nicht möglich wäre", berichtet Wöbke. "Dann wurde, ohne uns noch mal zu fragen, kommuniziert, dass wir dabei sind. Wir sehen uns aber aktuell und in den kommenden Wochen nicht in der Lage, das fest zuzusagen."

Ähnliche Probleme gibt es bei der Suche nach neuen Spielern. "Erst mal haben wir eine Grundlage, mit der wir aktuell planen, das sind die Spieler, die derzeit unter Vertrag sind", sagt Trainer Gleim. "Alle weiteren Dinge können wir erst entscheiden, wenn wir mehr Infos dazu haben, wie es weitergehen könnte." Ein Meeting der Basketball-Bundesligisten in der übernächsten Woche könnte zumindest ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.