Die Türen zu den Sportplätzen bleiben geschlossen.

Für den Amateur- und Freizeitsport geht mit der Verlängerung des Lockdowns die Pause bis Ende Januar weiter. Manche Spielzeiten sind ausgesetzt, andere komplett abgebrochen.

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zum Video Corona-Lockdown wird verlängert - und verschärft

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Die Profis weiter ohne Publikum, Amateure und Breitensportler noch länger im Stillstand: Der bis Ende Januar ausgedehnte Corona-Lockdown hat auch Auswirkungen auf den Sport. Für Millionen Sporttreibende in den Vereinen geht mit den Beschlüssen von Bundesregierung und Länderchefs vom Dienstag das Warten auf die Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebs bis zumindest in den Februar weiter, doch angesichts steigender Corona-Infektionszahlen sind auch dann schnelle Lockerungen kaum zu erwarten.

So ist die Lage in den Sportarten

Auch in Hessen bleiben damit die meisten Hallen, Plätze und Schwimmbäder geschlossen. Die Einschränkungen für die Sportverbände bleiben bestehen, hinzu kommen die verstärkten Kontaktbeschränkungen. Bis 31. Januar dürfen sich auch Sporttreibende nur noch mit einem Menschen eines weiteren Haushaltes treffen. Die Folgen für die Sportverbände in der Übersicht.

Handball

Der Ball liegt erst einmal weiterhin im Geräteschrank. Der Hessische Handball-Verband hat den Spielbetrieb bereits am 22. Oktober unterbrochen - und setzt die Pause nun auch im verlängerten Lockdown fort. Bis Ende Januar ist der Spielbetrieb noch unterbrochen, wie es danach weitergehen soll, entscheidet der Verband in den kommenden Tagen.

Volleyball

"Für die Sportverbände ist das eine kritische Situation", sagt Thomas Petigk, Präsident des Hessischen Volleyballverbandes (HVV). "Wichtig ist, dass wir an den Leuten dran bleiben." Das aber ist auch im Volleyball alles andere als einfach - bereits vor dem erneuten Lockdown im Herbst hatte der Verband den Spielbetrieb unterbrochen, bis Mitte Februar bleibt es dabei. Zwischenzeitlich will der HVV entscheiden, wie es danach weitergeht. Auch ein Saisonabbruch steht aktuell im Raum. Für den Sommer plant der Verband Alternativangebote.

Badminton

Für einen Abbruch der Saison hat sich bereits das Präsidium des Hessischen Badminton-Verbandes (HBV) entschieden. Das teilte der HBV kurz vor Weihnachten mit. Der Grund: Aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen sei "in absehbarer Zeit an einen geregelten Sportbetrieb nicht zu denken".

Fußball

Auch der hessische Fußball ist von Normalität aktuell weit entfernt. Deshalb müssen sich all die, die die Kiste Bier nach dem Kreisligakick vermissen, weiter gedulden. Der Spielbetrieb des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) bleibt "bis auf Weiteres" ausgesetzt. Im Hintergrund arbeiten die Verantwortlichen an möglichen Lösungen. Je nachdem, wann der Lockdown zu Ende geht, entscheidet sich, ob die Saison noch zu Ende gespielt werden kann.

Basketball

Möglichst flexibel hat sich auch der Basketball-Verband aufgestellt. Noch bis 31. Januar ist der Spielbetrieb ausgesetzt - ob und wie es danach weitergeht, hängt von den Entscheidungen der Politik ab. Klar ist: Spielzeiten würden erst wieder nach zweiwöchigem Training starten, zudem wird es keine Auf- und Absteiger geben. Das hat der Hessische Basketball-Verband bereits im vergangenen Sommer und damit vor Saisonstart festgelegt. So will der Verband im Umgang mit den Folgen der Corona-Pandemie möglichst variabel sein. Clubs, die das Training später erst einmal nicht aufnehmen, um das Infektionsrisiko zu senken, haben keine Folgen zu befürchten.

Hockey

Bereits im November hat der Hessische Hockey-Verband die Hallen-Saison abgebrochen - deshalb ändert sich mit der Verlängerung des Lockdowns für die Hockey-Fans in Hessen vorerst nichts. Der Verband hofft nun, das ab März der Trainingsbetrieb für die Freiluftsaison möglich ist, wenn auch nur unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln.

Tennis

Freizeitspieler dürfen auch im verschärften Lockdown weiterhin ihrem Hobby nachgehen und Tennis spielen. Warum auch nicht? Ein Tennisplatz ist knapp 20 Meter lang, direkten Körperkontakt gibt es nicht: Da haben selbst die hartnäckigsten Corona-Viren keine Chance. Da jeder Haushalt ab sofort nur noch eine andere Person treffen darf, wird es nur mit dem Doppel kompliziert. Vorteil: große Familien und WGs.

Offizielle Turniere bleiben weiterhin untersagt.

Ringen und Judo

Die Spielzeiten in Hessen wurden angesichts der Corona-Pandemie gar nicht nicht gestartet.

Rugby

Noch ein klassischer Kontaktsport: Hier wurde der Bundesliga-Start mit den hessischen Vereinen auf Frühjahr 2021 verschoben.

Floorball

Auch im Floorball ist die Saison ausgesetzt - und das bis auf Weiteres. Wie es nach möglichen Lockerungen von Bundes- und Landesregierung weitergeht, will der Verband dann entscheiden.