Eintracht Frankfurt Jubel Salzburg

Seit fünf Tagen ruht bei Eintracht Frankfurt wegen des Coronavirus der Spielbetrieb. Seit drei Tagen gibt es auch kein Mannschaftstraining mehr. Nun haben sich die Eintracht-Profis an die Fans gewandt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bundesliga pausiert bis mindestens Anfang April

Die Arena von Eintracht Frankfurt
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Rund um das Eintracht-Stadion herrscht Stille. Eigentlich hätten sich die Frankfurter Spieler auf dem Trainingsplatz auf das Europa-League-Rückspiel am Donnertag gegen den FC Basel vorbereiten sollen. Doch solche sportlichen Informationen klingen wie aus einer weit entfernten, fast vergessenen Zeit. Spiel- und Trainingsbetrieb ruhen wegen Corona. Die Spieler halten sich zuhause fit. Und größtenteils von dort haben sich die Profis jetzt via Video-Botschaft an die eigenen Fans gewandt.

So ein wenig wieder als Eintracht-Spieler fühlen, das hat sich Stürmer André Silva bei seiner Video-Botschaft gedacht. "Wir stehen zusammen, egal was passiert. Passt auf euch, eure Familien und Freude auf. Wir sehen uns bald wieder und kommen stärker zurück", sagt Silva.

Die Sehnsucht nach dem nächsten Kick vor den Fans

Überhaupt sind die Stürmer video-technisch in der Überzahl. "Klar sind das schwierige Zeiten. Hör' einfach zu, was die Regierung sagt, wir müssen jetzt alle zusammenhalten", betont Bas Dost, der als einziger sein Video vor dem verschlossenen Eintracht-Stadion aufgenommen hat. Doch es gäbe jetzt Wichtigeres als Fußball: "Was immer auch geschieht, bleibt stark, wir kommen da wieder raus."

Auch Sturmpartner Goncalo Paciencia gibt sich kämpferisch. Der Portugiese, der im grauen Kapuzenpullover zuhause sitzt, denkt schon an die Zeit nach Corona: "Ich kann es kaum erwarten, mit euch Fans auf den Rängen wieder Fußball zu spielen. Wir sehen uns." Doch stehen die Chancen, dass die Hessen in dieser Saison noch einmal vor dem eigenen Anhang vorspielen, nicht eben gut, selbst wenn der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird.

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Wenn überhaupt: Geisterspiele als Normalzustand

Bis mindestens 2. April rollt kein Ball in der Bundesliga. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Zeit der Fußball-Pause darüber hinaus noch beträchtlich ausgedehnt wird. Und sollte doch gespielt werden, dann sicherlich ohne Zuschauer. DFL-Boss Christian Seifert hatte am Montag nochmal nachdrücklich erklärt, dass Partien vor leeren Rängen alternativlos seien. "Ohne Geisterspiele wird es keine 18 Profiklubs mehr geben", hatte Seifert einen Appel an die Vertreter der Vereine gerichtet.

Ob die Bundesliga-Saison überhaupt zuende gespielt werden kann, hängt auch von der Entscheidung des europäischen Fußballverbandes UEFA am Dientag ab. Nur wenn die für den Juni und Juli geplante EM verschoben wird, stünden im Sommer Nacholtermine für die derzeit ausfallenden Bundesliga- und Pokalspiele bereit. Aber eben als Geisterspiele. Die Stille im Fußball wird also noch eine ganze Weile andauern.