Wahllogo des HR zur Landtagswahl 2018
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Was planen die Parteien nach der Landtagswahl 2018 in Sachen Sportpolitik? Hier alle Antworten der aussichtsreichen Parteien zu den Themen öffentliche Sportstätten, Ehrenamt und Elitenförderung.

5. Planen Sie, mehr öffentliche Sportstätten zu errichten, die nicht nur von Sportvereinen genutzt werden können?

  • CDU

Moderne Sportstätten und Vereinsheime sind wichtige Grundlagen für den Sport in Hessen. Eine Verbesserung der sportlichen Infrastruktur in den Kommunen stärkt Vereinsstrukturen – insbesondere auch im ländlichen Raum – und ist Motivation für Vereinsmitglieder und ehrenamtliche Helfer. Insbesondere die Förderung des vereinseigenen und kommunalen Sportstättenbaus gilt es auszubauen, um das bürgerschaftliche Engagement in noch höherem Maße zu unterstützen. Hier werden wir prüfen, wie wir die bisherige Förderung auf noch mehr Vereine und Kommunen, insbesondere für Schulsportstätten ausweiten können.

Die zukunftsfähige Ausgestaltung der Strukturen in Hessen ist eine umfangreiche Aufgabe, die unterschiedliche Antworten auf unterschiedliche Herausforderungen braucht. Ziel muss immer eine für die Bürgerinnen und Bürger erreichbare und trotzdem an den finanziellen und strukturellen Möglichkeiten gemessene Versorgung sein. Kooperationen sind bspw. eine Möglichkeit viele unterschiedliche Sportarten zugänglich zu machen, wenn gerade im ländlichen Raum nicht überall jede Sportart mit einem eigenen Verein vertreten ist.

Allein in den Sportstättenbau und die Sanierung von Sportlerheimen hat die CDU‐geführte Landesregierung im Jahr 2017 insgesamt rund 9,4 Millionen Euro investiert. So wurden neben dem Sonderinvestitionsprogramm "Sportland Hessen" mit jährlich 5 Millionen Euro, das Programm "Vereinseigener Sportstättenbau" mit 1,8 Millionen Euro, das Programm "Weiterführung der Vereinsarbeit" mit 574.000 Euro und das Sonderprogramm "Neubau, Erhaltung und Sicherung von Sportstätten" mit 2 Millionen Euro ausgestattet.

  • Grüne

Wir wollen allen Bevölkerungsschichten und Altersgruppen Chancen und Anreize zu aktiver sportlicher Betätigung schaffen. Dies setzt ein ausreichendes und vielfältiges Angebot an Sportstätten voraus. Vor diesem Hintergrund bezuschusst die Hessische Landesregierung Sportvereine, die Mitglied im Landessportbund Hessen e.V. sind, bereits heute beim Bau vereinseigener Sportstätten. Für den Erhalt dieses Zuwendungssystems werden wir uns auch in Zukunft einsetzen.

Für den Bau und die Sanierung von Sportstätten wendet das Land gegenwärtig fast 9,5 Millionen Euro pro Jahr auf. Dabei enthält das Förderprogramm "Sportland Hessen" mit einem Umfang von jährlich fünf Millionen Euro für Sanierung, Modernisierung und Erweiterung das größte Volumen. Für das Förderprogramm "Vereinseigener Sportstättenbau" stehen pro Jahr Mittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Das Sonderprogramm "Neubau, Erhaltung und Sicherung von Sportstätten" umfasst zwei Millionen Euro.

  • SPD

Im Rahmen einer ganzheitlichen Stadtplanung wird man nicht umhin kommen, einen gesamten Ort oder eine Stadt als eine Art Sportpark zu sehen: So sind beispielsweise Radwege nicht nur aus verkehrspolitischer, sondern auch aus sportpolitischer Sicht wichtig. Zudem müssen Sportorte bei großen Neubauvorhaben ebenso selbstverständlich in der Planung mitgedacht werden wie der Erhalt bestehender Sportanlagen.

  • Linke

Wir möchten vorrangig den öffentlichen Breitsport fördern. Alle Maßnahmen, die diesem Ziel dienlich sind werden wir unterstützen.

  • FDP

Die FDP sieht die Investitionen des Landes in den Sport positiv. Der Breitensport muss als Bestandteil einer funktionierenden Gesellschaft gefördert werden. Wir wissen um die vielfach sanierungsbedürftigen Sportstätten sowie den Bedarf hinsichtlich neuer, funktionsfähiger Sportstätten in hessischen Kommunen. Wir Freie Demokraten setzen uns daher für substantielle Sanierungen und den Bau von Sportstätten ein, um die Möglichkeiten des Sporttreibens zu stärken. Wir sprechen uns daher für die Fortsetzung der Sportstättenförderung aus.

Hinsichtlich des Baus öffentlicher Sportstätten ist jedoch zu beachten, dass die Sanierung und der Bau von Sportstätten in den Zuständigkeitsbereich der hessischen Kommunen fallen. Die Hessische Verfassung garantiert den Kommunen neben Pflichtaufgaben gerade auch, ein Mindestmaß an freiwilligen Selbstverwaltungsaufgaben wahrzunehmen. Entsprechend sehen wir die generelle Sportförderung durch die Kommune sozusagen als "politische Pflichtaufgabe". Der Schlüssel sind für uns gut finanzierte Kommunen, denen es möglich ist, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Die FDP sieht es daher als ersten richtigen Schritt, die kommunalen Finanzen nachhaltig zu sanieren. Daneben wollen wir die Landesprogramme zum Erhalt und Ausbau von Sportstätten aufrechterhalten.

  • AfD

Ja, auf kommunaler Ebene gibt es hin und wieder in Hessen bereits Zugeständnisse dieser Art, wie die Errichtung von Skateanlagen, Bolzplätzen oder Trimm-Dich-Pfaden. Weitere Anlagen wie Volleyballfelder, Tennis- und Tischtennisplätze sind einzubeziehen, wichtig ist dabei, dass diese Anlagen überwacht und gepflegt werden sowie kostenfrei zu benutzen sind, schließlich sind rund 800 000 hessische Sporttreibende im Kindes- und Jugendalter nicht in Vereinen organisiert, wo Mitgliedsbeiträge zu zahlen sind, die Familien mit mehreren Kindern finanziell stark belasten können.

6. Welche Rolle spielt bei Ihnen Sport aus (präventiven) gesundheitlichen Gründen?

  • CDU

Sport hat beeindruckende Auswirkungen auf die mentale und körperliche Gesundheit der Menschen. Er fördert die Gesundheit und steigert die persönliche Mobilität. Die präventiven Vorteile sind immens und betreffen eigentlich alle Lebensbereiche. In einer Zeit, in der Menschen einen größer werdenden Teil ihres Tages beruflich und privat vor Bildschirmen und sitzend verbringen, ist Prävention durch Bewegung ein nicht zu ersetzender Baustein der Gesundheitsvorsorge.

  • Grüne

Nach den Empfehlungen der WHO sollten Erwachsene wöchentlich mindestens 150 Minuten lang eine körperliche Ausdaueraktivität von moderater Intensität betreiben. Leider ist ein Trend zu insgesamt weniger täglicher Bewegung zu verzeichnen. Jüngste Zahlen belegen, dass sich 60 Prozent der Altersgruppe über 15 Jahre nie oder nur selten bewegen oder Sport treiben. Über die Hälfte betätigt sich nie oder nur selten körperlich, etwa durch Radfahren oder Gartenarbeit.

Wir GRÜNE sehen beim Thema "Sport und Gesundheit" deshalb einen Schwerpunkt der Sportentwicklung. Aus diesem Grund unterstützen wir die Initiative "Sportland Hessen bewegt". Insbesondere sollen das öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit sportlicher Betätigung geschärft, die Angebotsstrukturen ausgebaut, die Qualität der Angebote gesichert und verbessert sowie ein Beitrag zur Vernetzung vieler gesundheitsfördernder Bemühungen in Hessen geleistet werden. Es gibt nach unserer Meinung keinen besseren Beitrag zur gesundheitlichen Prävention als sportliche Aktivitäten.

  • SPD

Langfristig gesehen wird sich eine Investition in die Kinder und Jugendlichen auszahlen, die als Sportler erkennbar fitter und gesünder sein werden.

  • Linke

Eine sehr große Rolle!

  • FDP

Wir Freie Demokraten sehen insbesondere in der Förderung präventiver Maßnahmen große Chancen. Eine gute Prävention führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger, vermeidet Krankheiten oder zögert ihr Eintreten zumindest heraus. Die FDP hat sich daher zum Ziel gesetzt, Prävention weiter zu stärken, indem wir Vereine unterstützen und deren Wichtigkeit in der Gesellschaft anerkennen. Überdies leistet Sport auch einen wesentlichen Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen.

  • AfD

Sporttreiben hat für Jung und Alt einen besonders hohen gesundheitlichen Stellenwert. Regelmäßiges Sporttreiben kann zusammen mit einer insgesamt gesunden Lebensführung vielen Zivilisationskrankheiten wirksam begegnen. Angesichts einer zunehmend übergewichtigen Gesellschaft, bereits auch besonders junger Menschen, kann der Sport bzw. Das aktive Sporttreiben nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dort, wo die Vorbilder fehlen, müssen mehr politische Anstrengungen unternommen werden, damit mehr Menschen die Bedeutung von Sport für ihre eigene Gesundheit und damit auch für ihre Lebenserwartung schätzen lernen.

7. Wie stehen Sie zum Ehrenamt im Sport?

  • CDU

Das Ehrenamt ist uns ein Herzensanliegen. Die Unterstützung ehrenamtlicher Strukturen und der Ehrenamtler selbst auf allen Ebenen, auch finanziell, ist Bestandteil unserer Politik. Als CDU Hessen werden wir dem auch künftig eine hohe Priorität einräumen. Wir möchten die gute Arbeit zur Unterstützung des Ehrenamtes, die wir seit Beginn unserer Regierungsübernahme begonnen haben, konsequent und kontinuierlich fortsetzen. Die Vielfalt des bürgerschaftlichen Engagements in Hessen trägt entscheidend zum Zusammenhalt der Gesellschaft sowie zu Attraktivität und Lebensqualität in unserem Land bei. Ohne das freiwillige Engagement so vieler Bürgerinnen und Bürger würde vieles in unserem Land nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar.

Für uns gilt es, diese ehrenamtlichen Strukturen zukunftsfest auszugestalten und behutsam den sich stetig ändernden Anforderungen anzupassen. Dabei wollen wir helfen. Auf Initiative der CDU wurde die Forderung nach einem neuen Staatsziel Ehrenamt in die Beratungen des Verfassungskonvents zur Änderung der Verfassung des Landes Hessen eingebracht. Die Bürgerinnen und Bürger in Hessen können nun gemeinsam mit der Landtagswahl darüber abstimmen. Wir werben für eine breite Unterstützung dieses Vorhabens. Die von uns eingeführte Ehrenamtskarte werden wir ausbauen und vor Ort weiter verankern. Wir werden prüfen, ob das Hessenticket zum Bestandteil der in diesem Zusammenhang angebotenen Leistungen werden kann.

  • Grüne

Wir wollen das ehrenamtliche Engagement im Sport und auch in allen anderen Bereichen der Zivilgesellschaft fördern. Ohne diesen unermüdlichen freiwilligen Einsatz dieser Menschen, wäre ein breites Sportangebot gerade auch in den ländlichen Regionen nicht denkbar. Deshalb haben wir als Teil der Enquetekommission "Verfassungskonvent zur Änderung der Verfassung des Landes Hessen" vorgeschlagen, in einem neuen Artikel 26f den Schutz und die Förderung des Ehrenamts als Staatsziel in die Verfassung aufzunehmen. Damit bekennen wir uns zu der Bedeutung, die das Ehrenamt für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt hat.

Darüber hinaus werden Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände dazu verpflichtet, im Rahmen ihrer Zuständigkeiten und finanziellen Möglichkeiten ehrenamtliche Tätigkeiten zu fördern und zu unterstützen. Mit der Änderung des Hessischen Gesetzes über den Anspruch auf Bildungsurlaub ermöglichen wir es hessischen Auszubildenden, für Schulungen zur Wahrnehmung eines Ehrenamts einen Anspruch auf Bildungsurlaub geltend zu machen. 

  • SPD

Das Ehrenamt ist unverzichtbar und muss gefördert werden. Dafür wollen wir die Grundlage für einen professionellen, hauptamtlichen Rahmen im Sport schaffen, damit die vielen Ehrenamtler angemessen unterstützt werden können.

  • Linke

Die Arbeit der Sportvereine wäre ohne das zigtausend fache Engagement von ehrenamtlichen Trainern*innen, Betreuern*innen und Funktionären*innen gar nicht denkbar. Diese wichtige gesellschaftliche Arbeit muss aber auch hauptamtlich koordiniert und unterstützt werden. Hierbei wollen wir die Sportkreise und die Vereine finanziell besser unterstützen.

  • FDP

Der organisierte Sport ist eine der größten ehrenamtlich geführten Organisationen in der Bundesrepublik Deutschland. Als liberale Partei begrüßt und fördert die FDP ehrenamtliches Engagement, denn dort wo Bürgerinnen und Bürger freiwillig tätig werden, entlasten sie Staat, Land und Kommunen und tragen zu einem bürgerschaftlichen Miteinander bei. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdienen Anerkennung, der gesellschaftliche Wert der freiwilligen Leistung muss in der Öffentlichkeit bewusst gemacht werden. Deshalb spricht sich die FDP für die Anerkennung des Ehrenamtes durch einen Landesnachweis "Ehrenamtliches Engagement im Sport" aus. 

Überdies sind wir der Ansicht, dass ehrenamtliche Mitarbeit durch verstärkte Aus- und Weiterbildung zu fördern ist, denn nur dadurch können die bewährten Vereinsstrukturen durch Ermutigung zur ehrenamtlichen Mitarbeit gesichert werden. Darüber hinaus müssen bürokratische Regelungen abgebaut werden.

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Die ausgewähtten Parteien

Der hr hat die Parteien ausgewählt, die realistische Chancen haben, in den Landtag einzuziehen.

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  • AfD

Das Ehrenamt im Sport ist ein hoch anzuerkennendes. Ohne die Abertausend ehrenamtlichen Vorstände und ihren aktiven Helfern in den Vereinen würde es um den Sport schlecht bestellt sein. Deshalb gilt es im Sportbereich die Ehrenamtlichen besonders wertzuschätzen und zu würdigen. Ohne sie und ihre Arbeit stünden viele Vereine in Hessen (wie auch in anderen Bundesländer) längst auf verlorenem Posten.

8. Planen Sie, die Förderung von Elite-Sportlern im Bereich der Individualsportarten weiter auszubauen?

  • CDU

Wir wollen gemeinsam mit dem Landessportbund und dem Deutschen Olympischen Sportbund ein neues, auch länderübergreifendes Konzept zur Förderung des Spitzensports entwickeln. Den Grundstein dazu haben der Hessische Sportminister Peter Beuth, gemeinsam mit Hessens Kultusminister Alexander Lorz und dem Präsidenten des Landessportbundes Hessen, Rolf Müller, bereits vorgestellt. Im Mittelpunkt der hessischen Leistungssportreform steht die Nachwuchsförderung für den hessischen Spitzensport. Dafür investiert das Land Hessen unter Führung der CDU in einem ersten Maßnahmenpaket zusätzlich 1,3 Millionen Euro in den Leistungssport im Jahr 2018.

Ziel muss sein, die Athletinnen und Athleten und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen und die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020 zu unterstützen. Im Rahmen einer zukunftsfähigen Nachwuchsförderung wollen wir dafür sorgen, dass junge Talente sich auf ihren sportlichen Erfolg konzentrieren können. Die dazu erforderlichen Mittel wollen wir in enger Zusammenarbeit mit den Sportverbänden ermitteln und so umfassend wie möglich und im Rahmen einer generationengerechten Haushaltspolitik vertretbar zur Verfügung stellen.

  • Grüne

Leistungssport muss auch in Zukunft gefördert werden. Spitzensportlerinnen und -sportler haben eine Vorbildfunktion nicht nur für die Gesellschaft als Ganzes, sondern insbesondere für unsere Nachwuchssportlerinnen und –sportler. Deshalb werden wir auch künftig dafür eintreten, dass der faire und saubere Leistungssport finanziell nachhaltig unterstützt und gefördert wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Nachwuchsförderung im hessischen Spitzensport. Dies wurde in den Vereinbarungen zur "Neuausrichtung des Leistungssports in Hessen" ausdrücklich verankert.

Für die Nachwuchsförderung hat die Landesregierung in einem ersten Maßnahmenpaket zusätzlich bereits 1,3 Millionen Euro investiert. Konkrete Punkte sind beispielsweise: Förderung des Landestrainerprogramms, Landesprogramm "Talentsuche – Talentförderung" oder die Stärkung des Olympia-Stützpunkts Hessen.

  • SPD

Der Spitzensport ist als Leuchtturm unverzichtbar. Neben den Individualsportarten dürfen dabei aber auch die Mannschaftssportler nicht unter den Tisch fallen – auch, wenn dort am Ende nur eine Medaille pro Team und nicht eine pro Sportler in die Statistik eingeht.

  • Linke

Zum Breitensport gehören auch Vorbilder im Leistungssport. Diese verstehen wir aber nicht als Elitesportler*innen! Bestimmte sog. Sportarten, wie z.B. Formel 1- Rennen, wollen wir allerdings nicht fördern.

  • FDP

Der Leistungssport ist von großer Bedeutung, nicht nur für die Popularität einzelner Sportarten, sondern für den Sport insgesamt. Er erhält die mediale Aufmerksamkeit, die dazu führt, dass Werbung für den Sport gemacht wird – somit hat der Leistungssport eine wichtige Symbolfunktion für den Sport insgesamt. Die herausragenden Leistungen der Spitzensportlerinnen und –sportler motivieren viele Menschen, sich auch ihnen bislang unbekannten Sportarten zu nähern und diese im Idealfall auch im Verein auszuprobieren.

Der Spitzensport ist damit ein ganz wesentliches Element eines intakten Breitensports. Die Förderung des Leistungssports wird daher von der FDP unterstützt. Wir sehen hierbei insbesondere die Pflicht, die Möglichkeiten zur "dualen Karriere" deutlich auszubauen, also die Möglichkeit, als Spitzensportler gleichzeitig im Polizei- oder Verwaltungsdienst des Landes tätig zu sein. Dies ist für die Athleten sowohl von elementarer Bedeutung im Hinblick auf die Existenzsicherung während der Ausübung des Leistungssportes als auch für die berufliche Perspektive nach Abschluss der Sportkarriere. Innerhalb dieses dualen Systems müssen wir Verantwortung für die Athleten übernehmen und Trainings-, Wettkampf-, Ausbildungs-, Studien - und Arbeitszeiten einander anpassen. 

Darüber hinaus sind der Erhalt und die Stärkung von Leistungsstützpunkten sehr wichtig. Die FDP spricht sich daher für sog. "Eliteschulen des Sports" aus. Denn Spitzensport, schulische Bildung und eine berufliche Zukunft der Sportler müssen in Einklang gebracht werden. Des Weiteren tritt die FDP dafür ein, dass „Eliteschulen des Sports“ nicht nur für erfolgreiche Spitzensportler Fürsorge tragen, sondern auch diejenigen unterstützen, die nicht den Sprung an die Weltspitze schaffen oder ihre Sportlerkarriere aus verschiedenen Gründen abbrechen müssen. Nur wenn der Spitzensport keine berufliche Sackgasse ist, sondern neue Perspektive eröffnet, kann er – auch in Hinblick auf ethische Standards – eine Vorbildfunktion haben.

  • AfD

Wir sind der Auffassung, dass es bereits genügend Förderung der sportlichen Elite im Bereich der Individualsportarten gibt. Es gibt zahlreiche Förderprogramme über die Sporthilfe oder auch über die Polizei und die Bundeswehr. Einen weiteren Ausbau sehen wir gegenwärtig nicht als vordringlich an. Dagegen legen wir mehr Wert darauf, den allgemeinen Breitensport intensiver auszubauen und zu fördern, in welchem viele Individualsportarten ihren Niederschlag finden.