Eine Spielszene aus der Saison 2018/19 von der Partie Kassel gegen Ginsheim

Der VfB Ginsheim ist die Torfabrik der Hessenliga. Bereits 25 Mal trafen die Südhessen in den ersten sieben Spielen. Am Sonntag kommt der KSV Hessen Kassel.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found VfB Ginsheims Trainer Artur Lemm über die Spielidee

VfB Ginsheims Trainer Artur Lemm
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Wenn Ginsheim Fußball spielt, dann fallen Tore in der Hessenliga. Schon 25 Mal trafen die Kicker des VfB in den Kasten. Damit stellen sie nach sieben Spieltagen die beste Offensive in Hessens höchster Klasse. "Offensiv sind wir durchaus in der Lage, Tore zu schießen", so das Understatement von Trainer Artur Lemm gegenüber dem hr-Sport. "Wir haben ja auch eine offensive Spielidee, die durch unsere erzielten Tore belegt wird."

Dreieinhalb Tore erzielen die Ginsheimer derzeit im Schnitt pro Spiel, zuletzt sogar ein halbes Dutzend gegen Neuhof. Außerdem stellen sie den besten Schützen der Liga. Stürmer Can Cemil Özer traf bereits zehn Mal ins Schwarze.

Spielidee wie Leipzig, Liverpool - und Paderborn

Dabei orientiert sich der Trainer taktisch an den ganz großen der Fußball-Branche: "Es ist die Art von Fußball, die wir spielen wollen. Die Leipzig-Philosophie oder im höchsten Bereich auch Liverpool: Viele Umschalt-Momente, schnell nach vorne kommen, frühes attackieren. Aber Paderborn ist auch ein guter Vergleich." Paderborn?

Ähnlich wie der Bundesligist hat auch Ginsheim nur einen kleinen Etat und spielt zudem erst die dritte Saison in der Hessenliga. Dazu kommt eine ähnliche Philosophie. "Wir wollten auch als Underdog immer wieder gegen die Großen hartnäckig sein, die ärgern, stressen, denen auf den Sack gehen", so Lemm. Belohnt wurde der Einsatz in der vergangenen Saison am Ende mit Rang 6 – der besten Platzierung des VfB bisher.

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Der hr überträgt live

Der hr überträgt das Spiel des VfB Ginsheim gegen den KSV Hessen Kassel am Sonntag als Teil einer Hessenkonferenz live im hr-fernsehen und auf hessenschau.de. Teil der Konferenz (15 Uhr) sind außerdem die DEL2-Partie der Löwen Frankfurt gegen die Heilbronner Falken, das Handball-Bundesligaspiel der HSG Wetzlar gegen die HSG Nordhorn sowie das Heimspiel des TTC Fulda-Maberzell gegen Borussia Düsseldorf in der Tischtennis-Bundesliga.

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"Defensive stabilisieren"

Doch der Trainer weiß auch: Wer vorne draufgeht, der lässt hinten viele Räume offen. So gut es offensiv läuft, in der Abwehr fehlt noch die Konsequenz. Beim knappen 6:5-Auswärtssieg in Neuhof kassierten die Südhessen viel zu viele Gegentore, obwohl sie zwischenzeitlich beruhigend mit 5:2 in Führung lagen. "Eine offensive Spielweise heißt nicht, dass du auch jedes Spiel zwei bis drei Gegentore im Schnitt bekommst. Da müssen wir gewissenhafter in der Abwehrarbeit sein."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found VfB Ginsheims Trainer Artur Lemm: "Gewissenhafter in der Abwehrarbeit sein"

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Auch in der vergangenen Saison fielen die meisten Tore, wenn der VfB Ginsheim beteiligt war. "Für den Zuschauer macht es in der Regel Sinn, einfach mal vorbeizukommen, wenn sie Tore sehen wollen", so Lemm mit Humor.

Nächste Hürde: Kassel

Als nächster Gegner kommt am Sonntag (15.45 Uhr) der KSV Hessen Kassel zu den Südhessen. Die Taktik steht noch nicht fest. Das eigene Spiel und vor allem der Gegner müssen noch analysiert werden. "Wir werden Kassel nicht ins offene Messer laufen und wieder so viele Räume bieten wie gegen Neuhof", ist sich Lemm sicher.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found VfB Ginsheims Trainer Artur Lemm: "Werden nicht ins offene Messer laufen"

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Verstecken will man sich allerdings auch nicht. Warum auch mit so einer starken Offensive? "In einem Heimspiel wollen wir schon Punkte holen, das ist unabhängig vom Gegner", sagt Lemm selbstbewusst.